PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Im Gespräch mit Ronny Lorenz

Marc Wegner 23. Februar 2012

Regelmäßig geben wir “junge(n) Fotografen” die Möglichkeit sich und ihre Arbeiten hier vorzustellen. Nun möchten wir auch den “alten Hasen” eine Plattform bieten ihre Werke zu präsentieren. Gleichzeitig ist das ein Aufruf an alle Fotografen, egal ob Amateur oder schon Profi, sich bei uns zu melden! Jeder ist Willkommen!

Steckbrief:

-Name: Ronny Lorenz -Alter: 35

-Motivation: Der Umgang mit den verschiedensten Menschen finde ich immer wieder interessant, neue Charaktere und die damit verbundene Abwechslung in den Bildern

-Ziele: Weiterhin viel Wissen aneignen und damit die eigene Weiterentwicklung fördern, den Spaß und die Freude an diesem schönen Hobby nicht zu verlieren

-Art der Fotografie: Hauptsächlich bin ich in der Portraitfotografie unterwegs, hin und wieder versuche ich mich auch im Fashionbereich, bzw. Dessous

-Stell dich doch bitte vor ?
Ich bin Ronny, 35 Jahre jung und wohne in der Gemeinde Künzell, bei Fulda. Geboren bin ich am 19. Mai 1976 in Dresden, 1987 dann in den „Westen“ übergesiedelt. Ich übe einen handwerklichen Beruf aus, die Fotografie ist mein privater Ausgleich dazu und ich versuche soviel Freizeit wie möglich damit zu verbringen.

-Wie hast du zur Fotografie gefunden ?

Zur Fotografie bin ich über einen Freund gekommen. Wir waren beide auf einer Geburtstagsparty eingeladen, er hatte damals seine Spiegelreflexkamera dabei und ich fand dieses kleine Stück Technik an diesem Abend so interessant, dass ich mir am Tag darauf eine gekauft habe, ohne zu wissen was ich da eigentlich kaufe. Dann gings eben los mit dem knipsen, Freunde und Bekannte mussten als „Opfer“ herhalten, Natur und Tiere hielt ich auch bildlich fest. Es machte mit der Zeit immer mehr Spaß, heute bereue ich es nicht schon viel früher mit der Fotografie angefangen zu haben.

-Wie lange fotografierst du schon und was für eine Ausrüstung verwendest
du ?

Angefangen hat es im Jahr 2006, meine erste Kamera war eine Canon 400D, mit einem Objektiv von Tamron. Diese Kamera habe ich dann irgendwann verkauft und mir eine Canon 40D zugelegt, mit der ich bis heute meine Bilder mache und auch zufrieden mit ihr bin. An Ausrüstung besitze ich nicht so viel, da es mir nicht so sehr auf die ganze Technik ankommt, ich bin kein Technikfreak wie andere. Objektive besitze ich zwei Stück, zum einen mein Lieblingsobjektiv, eine Festbrennweite 85mm 1.8 USM von Canon, des weiteren das Zoomobjektiv 70-200mm 4.0 USM, auch von Canon. Mein Aufsteckblitz 430EX II wird, wenn ich ihn überhaupt nutze, mit einer 60 x 60cm großen

Softbox entfesselt verwendet. Einen Sunbounce Mini Reflektor, mit der Bespannung Zebra befindet sich ebenfalls in meinem Besitz.

-Ist Fotografie nur ein Hobby für dich oder fotografierst du auch beruflich ?

Die Fotografie ist nur ein Hobby für mich, ich werde sie auch unter keinen Umständen nebenberuflich oder beruflich jemals ausüben.

-Was sind deine Lieblingsmotive ? Was fotografierst du am liebsten ?

Das ich gerne mit Menschen zu tun habe, sind Bilder von Personen meine Lieblingsmotive. In den Anfängen habe ich natürlich auch andere Bereiche, wie zum Beispiel Landschaften fotografiert, aber schnell gemerkt das ich dafür einfach kein Auge habe und mir das keinen Spaß gemacht hat.

-Was macht deine Fotos aus ? Verfolgst du einen bestimmten Stil ?

Ich denke, dass viele die diesem Hobby nachgehen, sich auch einen bestimmten Bildstil mit der Zeit aneignen, bzw. aneignen wollen. Es ist doch ein schönes Gefühl, wenn man ein Foto an der „Handschrift“ erkennt und das versuche ich zumindestens. Dabei darf man aber auch nie vergessen, dass das Foto nicht neu erfunden wird und es alles irgendwie schon gegeben hat. Ich hole mir bei einigen anderen Inspiration und versuche dann dieses mit meinem „Sehen“ zu vermischen.

-Wo fotografierst am häufigsten ? Und gibt es eine Tageszeit die du bevorzugst ?

Im Grunde bin ich nur draußen unterwegs um meine Bilder zu machen, ich bin ein Fan von Available Light. Auch die Abwechslung die man Outdoor hat und in seine Bilder einfließen lassen kann, finde ich persönlich interessanter als eintönige Studiofotografie, wo mir persönlich einfach die gestalterischen Möglichkeiten für meinen Bildstil fehlen. Eine bestimmte Tageszeit zu der ich am liebsten fotografiere gibt es aber nicht.

-Was für Ziele verfolgst du und was sind deine Pläne für die Zukunft ?

Meine Pläne oder Ziele für die Zukunft, sind wie ich oben schon erwähnte, die eigene Weiterentwicklung, sowohl in der Fotografie als auch in der Bildbearbeitung. Wie heißt es so schön: Man lernt nie aus!

-Danke Ronny, die nächsten Zeilen stehen dir zur freien Verfügung !

Diese Zeilen möchte ich sehr gerne dafür nutzen, um mich auf diesem Weg mal bei einigen zu bedanken, die mich im Laufe der Zeit in der Fotografie begleitet haben und ich durch sie auch tolle Hilfe bekommen habe, wenn ich mal nicht weiter wusste oder andere Fragen hatte. Ich fange mal mit Gerd Reeh an, der für mich mit seinen Bildern immer wieder eine tolle Inspirationsquelle ist und ich ihn als Mensch total schätze. Dann ein Dankeschön an Akira Schüttler, mit dem ich auch hin und wieder zusammen unterwegs bin und der mir mit seinem Kumpel Christian Schmitt ab und zu die Gelegenheit gibt, bei sich etwas im Studio zu machen, wenn ich mal Lust darauf habe. Dann möchte ich noch Namen wie Arne Schönbohm, die Jungs Krolop & Gerst, Carsten Bleck, Herwig Beitsch und Horst Leuppert hier erwähnen, von denen ich entweder schon viel gelernt, oder sie auch schon persönlich getroffen habe. Danke!

Weiterhin möchte ich ein paar Worte an die Leute da draußen richten, die, aus welchen Gründen auch immer, neidisch sind auf das was ich mache und Gerede hinterm Rücken zur Tagesordnung gehört. Denen sei gesagt, dass es nichts, nicht das geringste gibt, worauf man bei mir neidisch sein müsste. Habt einfach Spaß am Bilder machen, so wie ich auch. Jeder kann jederzeit zu mir kommen und mir Löcher in den Bauch fragen, es gibt immer eine Antwort und Hilfe, wenn ich sie geben kann, für mich ist eine große Freude damit verbunden.

Zum Abschluss noch ein Satz: Donny, es ist ein tolles Gefühl dich überholt zu haben. 🙂

Dieses Bild ist eins meiner Lieblingsbilder. Es hängt bei mir auch daheim in Postergröße an der Wand, entstanden ist das Motiv bei einem Shooting mit Model Esmeralda, unterwegs in Bad Hersfeld. Dort sind wir auf ein paar Kunstfiguren aus Eisen getroffen und mein Model hat damals durch einen Schlitz in diesen Figuren geschaut. Die Idee aus dem Foto dann ein Filmplakat zu machen, kam mir erst während der Bildbearbeitung von diesem Foto. Es war mein erster Versuch in Sachen Filmplakat.

Diese Aufnahme entstand nach Inspiration durch Gerd Reeh, er hat in ähnlicher Form so ein Foto gemacht und bei dem Shooting damals mit Model Jennifer, habe ich es auf meine Weise dann probiert auf den Sensor zu bringen.

Diese Aufnahme ist noch aus meinen Anfängen, es wurde 2008 gemacht. Eine Idee dahinter gab es nicht direkt, ich war nur zu diesem Zeitpunkt sehr oft bei dieser Location, ein altes verfallenes Gelände der Bahn, war einfach meine Lieblingslocation damals. Leider gibt es diese alte Halle heute nicht mehr.

Diese Aufnahme entstand auch nach einer Inspiration eines anderen Fotos, mit Model Stefanie wurde diese Aufnahme in meinem Schlafzimmer gemacht. Für mich persönlich eine der Aufnahmen, wo man den Begriff „Kopfkino“ gerne nutzt.

Auch das Foto ist aus meinen Anfängen und es entstand eher durch Zufall. Ich war damals mit Model Hannah unterwegs, bei ihr zu Hause wollte sie mir eigentlich nur schnell ihren alten Dachboden zeigen. Überall lag Gerümpel herum, mir viel dabei das kleine Dachfenster auf, durch welches gerade schön das Sonnenlicht schien. Ich dachte mir, komm lass uns mal probieren was bei rauskommt, wenn sich Hannah auf einen Hocker setzt und sie in Richtung Dachfenster schaut. In der unbearbeiteten Version des Fotos, steht links im Hintergrund eigentlich noch ein altes Vogelhaus, was ich aus Faulheit damals nicht aus dem Bild weggerückt habe, die EBV hat es dann gerichtet.

Keine besondere Idee dahinter, mir geht es nur um das Motiv. Die Stelle damals in Bad Hersfeld, war einfach bestens dafür geeignet, um ein paar schöne Portraits bei natürlichem Licht zu machen. Model Amrey ist für mich mit eines der interessantesten Gesichter die ich bisher fotografiert habe.

Dieses Foto war mit eines meiner ersten Versuche, mit einer anderen Lichttechnik als sonst zu arbeiten. Ich hatte mir kurz zuvor einen Funkauslöser für meinen Aufsteckblitz besorgt, dazu noch eine Softbox. Es sind die Anfänge wo ich mich mit dem Thema „entfesselt blitzen“ befasst habe.

Das Foto ist eigentlich als Aufnahme nebenbei zu sehen. Ich habe damals zum ersten Mal Gerd Reeh persönlich getroffen, wir hatten uns gemeinsam für ein Shooting mit Model Jennifer verabredet. Hauptsächlich war Gerd mit Jennifer am shooten, ich habe hin und wieder einfach mal so den Auslöser gedrückt und das kam unter anderem dabei heraus. Bearbeitet habe ich das Bild übrigens erst zwei Jahre nach dem Shooting, mir fiel die Aufnahme nämlich gar nicht erst so auf.

Ich war mit dem Fahrrad nach der Arbeit noch eine kleine Runde gedreht und bin dabei auf eine Stelle hinter einem Biergarten in Fulda gestoßen, auf dessen Wiese ein paar Apfelbäume standen. Ich schaute mich ein wenig dort um und mir gefiel die Stelle immer mehr, so dass ich Tage später mit Model Julia ein paar Testaufnahmen machte, um auch hier mich in Sachen entfesselt blitzen weiterzuentwickeln.

Mich fasziniert vor allem das Gesicht von diesem Model. Auch sie heißt Julia und ich machte damals einen kleinen Spaziergang, mit dem Gedanken ein paar Portraits zu machen. Für mich ist sie ein Highlight was ich so fotografiere, ich mag ihre verschiedensten Ausdrücke und vor allem ihre Augen.

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