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Die perfekte Ausrüstung für die Makrofotografie

Patrice 8. Dezember 2011

In dieser Woche drehen sich alle Themen und Beiträge auf diesem Blog rund um das Thema Makrofotografie. Wir zeigen wertvolle Tipps und Tricks, wir sprechen über Technik und Ausrüstung, haben Makrofotografen im Interview und vieles mehr.

Wer denkt, dass man für gute Makrofots tief in die Tasche greifen muss, der irrt. Bereits kleine Anschaffungen bieten einen guten Einstieg in die große Welt der kleinen Dinge. Wir zeigen euch, welche Ausrüstung für die Makrofotografie sinnvoll ist.

Kameralinse Objektiv

Die Kompaktklasse: Zwischenringe (ab 20,- Euro)

Makro Zwischenringe für NikonZwischenringe mögen gerade für Fotografie-Anfänger ein nicht allzu geläufiger Begriff sein, doch geeignet sind für diese Art von Fotografen allemal! Zwischenringe werden zwischen dem Objektiv und dem Kameragehäuse angebracht und sind in verschiedenen Größen (meist als Set) erhältlich. Dadurch wird der Abstand zwischen der Linse (den Linsen) und dem Bildsensor vergrößert. Durch diese Verlängerung der Bildweite wird ein größerer Abbildungsmaßstab für den Nahbereich provoziert.

Vorteile:

+ einfach Handhabung
+ günstiger Preis (ab 20,- Euro erhältlich)
+ Zwischenringe können mit jedem beliebigen Objektiv kombiniert werden (vorausgesetzt die Größe passt)

Nachteile:

– weit entfernte Motive können nicht scharf abgebildet werden
– Lichtstärke sinkt bei Verwendung (um 2 Blendenstufen bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1)

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Die Mittelklasse: Nahlinsen (ab 80,- Euro)

MakrolinseDie Funktion einer Nahlinse beruht auf einem simplen „Alltagsprinzip“: Dem Prinzip einer Lesebrille. Nahlinsen werden – ähnlich wie Filter – auf das Objektiv aufgesetzt, wie eine Lesebrille auf die Nase eines Menschen. Nahlinsen verändern beim Einsatz die Brechkraft eines herkömmlichen Objektivs. Die Stärke einer Nahlinse wird in Dioptrien angegeben (in der Regel mit Werten zwischen 2 und 8). Je mehr Dioptrien eine Nahlinse hat, desto detailgetreuer lassen sich Makromotive darstellen (Bildquelle: Amazon).

Vorteile:

+ einfach Handhabung
+ günstiger Preis (ca. 80,- Euro)
+ Zwischenringe können mit jedem beliebigen Objektiv kombiniert werden (vorausgesetzt der Durchmesser passt)
+ Faktoren wie Autofokus, Lichtstärke und Belichtungsmessung werden nicht beeinflusst
+ Objektive werden im Fokusbereich nahe unendlich betrieben, wozu sie auch konzipiert wurden (im Gegensatz zu den Zwischenringen)

Nachteile:

– Im Handel sind auch Nahlinsen für ca. 20,- Euro erhältlich. Um chromatische Aberration zu reduzieren, sollte man jedoch zu namhaften Herstellern greifen (ab ca. 80 Euro).

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Die Oberklasse: Makroobjektive

MakroobjektivMakroobjektive bieten Fotografen vielfältige Möglichkeiten, in die große Welt der kleinen Dinge vorzudringen. Solche Art von Objektiven besitzen die praktische Eigenschaft, Motive in einem Abbildungsmaßstab von 1:1 (oder auch größer) darzustellen, und das gestochen scharf, egal ob mit Autofokus oder ohne. Makroobjektive sind in der Regel lichtstarke Festbrennweiten (50mm, 100mm oder 200mm) und bei allen geläufigen Herstellern erhältlich. Während Objektive mit hohen Brennweiten super für Tiere mit stark ausgeprägtem Fluchtinstinkt geeignet sind (z.B. Fliegen), reichen Objektive mit geringen Brennweiten für „statische“ Motive vollkommen aus (z.B. Pflanzen) (Bildquelle: Amazon).

Vorteile:

+ Makroobjektive produzieren verhältnismäßig die besten Resultate
+ sind für gute Abbildung im Nahbereich korrigiert

Nachteile:

– verhältnismäßig teurer (brauchbare Makroobjektive ab ca. 200,- Euro)

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Weitere nützliche Gadgets

Der Retroadapter

RetroadapterDas Prinzip des Retroadapters beruht auf einem ähnlichen Prinzip wie dem der Zwischenringe – doch mit ein paar unterschieden. Ein Retroadapter erlaubt es dem Fotografen, sein Objektiv verkehrtherum auf das Kameragehäuse zu montieren. In der Regel werden Retroadapter mit Zwischenringen kombiniert.

Zum einen verlängert sich durch den Gebrauch von Retroadaptern die Entfernung zwischen Linse und Sensor, was zwangsläufig einen größeren Abbildungsmaßstab mit sich zieht. Zum anderen hat auch die „dubiose“ Stellung des Objektivs einen klaren Nutzen: Technisch bedingt ist der Abstand zwischen Fokuspunkt und der Hinterlinse (Bajonett – Sensor) um einiges kleiner als der Abstand zwischen Vorderlinse und Motiv (Filtergewinde – Schärfebene). Ein „Austausch“ dieser beiden Abstände lässt einen größeren Abbildungsmaßstab zu (Bildquelle: Wikipedia).

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Stativ mit schwenkbarer Mittelsäule

Cullmann MAGNESIT 532QIn der Makrofotografie befinden sich viele Motive in Bodennähe. An dieser Stelle ist die Einsatzbereitschaft eines jeden Fotografen gefragt, um sich mit den kleinen Dingen auf „Augenhöhe“ zu begeben.

Hilfreich ist ein Stativ mit schwenkbarer Mittelsäule, das es erlaubt, die Kamera in jeder erdenklichen Stellung zu positionieren. Solche Stative sind in nahezu jeder Preiskategorie erhältlich. Hier ist das Cullmann MAGNESIT 532Q zu sehen, zu haben für rund 137,- €.

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Makro-Einstellschlitten

Profi 3D KreuzschlittenIn der Makrofotografie ist die exakte Positionierung einer Kamera unerlässlich. Arbeitet man beim Fotografieren mit einer kleinen Blendenwert (einer großen Blenbenöffnung), kann die Schärfentiefe bei großen Abbildungsmaßstäben unter einen Millimeter sinken.

Ein Einstellschlitten erlaubt es dem Fotografen, die Kamera exakt und auf den Millimeter genau entlang der optischen Achsen zu positionieren. Perfekt geeignet für die Makrofotografie. Einfach Einstellschlitten sind bereits ab ca. 20,- € erhältlich. Hier ist der Profi 3D Kreuzschlitten der Firma Phorex zu sehen, erhältlich ab ca. 65,- €.

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Ringblitz

Metz MB 15 MS-1 Makroslave digital BlitzgerätDer integrierte Blitz einer Kamera oder auch ein externer Aufsteckblitz für DSLR's sind für die Makrofotografie eher ungeeignet. Das Motiv droht bei Einsatz zu „überstahlen“ und es entstehen eher hässliche Schlagschatten.

Besser geeignet für die Makrofotografie sind Ringblitze. Diese werden auf das Objektiv aufgesteckt und sorgen für eine gleichmäßige Ausläuchtung des Motivs, ohne dass dabei hässliche Schlagschatten entstehen. Erhältlich sind einfach Ringblitze bereits im zweistelligen Eurobereich. Hier ist der Metz MB 15 MS-1 zu sehen, erhältlich für ca. 230,- € (Bildquelle: Amazon).

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Alle Beiträge aus der Makro-Themenwoche:

Montag: Ankündigung: Makro-Themenwoche

Dienstag: Sieben goldene Tipps zur Makrofotografie

Mittwoch: Tropfen in Höchstform – Markus Reugels im Interview

Donnerstag: Die perfekte Ausrüstung für die Makrofotografie

Kommentare (9)

  1. Hallo, Danke für die Tips. Die Makrofotografie wird für mich die nächste Zeit sicher ein Thema werden. Habe mir gestern das EF 100mm USM zugelegt. Euer hier vorgestelltes Cullmann Stativ, fehlt mir noch in meiner Sammlung. Weiter so.

    Gruss
    Olaf

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  2. Hallo,

    guter Beitrag.
    Bei den Zwischenringen muss an noch einiges beachten.
    Kein Autofokus, keine Blendensteuerung und bei schwereren Objektiven sollte man darauf achten, dass die Zwischenringe nicht zu lang gewählt werden, damit nicht der Bajonettanschluss unnötig belastet wird.

    Das mit nicht funktionierendem Autofokus und Blendensteuerung gilt auch beim Balgengerät.
    Diese zwei Probleme lassen sich verhindern, wenn man Zwischenringe mit elektronischen Kontakten kauft. Gleiches gilt auch für das Balgengerät.

    Hier fehlt noch ein Spezialobjektiv von z.B. Canon das Lupenobjektiv für extreme Makros.

    Nur so am Rande 😉

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  3. Achja noch was,
    das abgebildete Kreuzschlitten sollten sich DSLR Benutzer NICHT kaufen!!!
    Hatte das selbe und musste mit erleben, wie meine 7D samt Objektiv vom Schlitten abgekracht ist und auf dem Boden aufschlugen…
    Ist Gott sei Dank nochmal gut gegangen.
    Beim Stativ und Schlitten sollte man nicht am falschen Ende sparen,
    für Kompaktkamerabenutzer ist es natürlich kein Problem und die kleineren DSLRs sollten auch noch drauf bleiben. 😉

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  4. Hallo,

    erstmal danke für die infos, hat mir schon sehr geholfen.
    Ich wollte aber noch ein paar infos zum Gehäuse erfragen…
    Hab eine D40x und plane mir ein Makro objektiv zu kaufen (ich knips zwar schon seid 2 Jahren aber ich würde mich immer noch als Anfänger bezeichnen). Jetzt hab ich in einem anderen Forum gelesen das die d40x nicht besonders für Makros geeignet ist…?!?

    http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=1&i=464057&t=464057

    Ich würde mir deshalb auch ein anderes Gehäuse zulegen (LiveView, schwenkbarer Monitor,…

    Jetzt die Frage: ;o)

    muss ich auf bestimmte Eigenschaften beim Gehäuse achten?

    Grüsse und Frohe Weihnachten

    Jens

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