PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Winzige Accessoire-Welt

Francis 16. November 2012

Vor Kurzem kam ich auf die glorreiche Idee, dem herbstlichen Grau eins auszuwischen, indem ich mir bunte Sneakers bestellt habe. Ich feiere diesen Sieg über die Tristesse dieser farblosen Jahreszeit noch immer! Zugegeben, wasserdurchlässige Schuhe, in denen ich auf Schnee mit Sicherheit keine fünf Meter weit laufen kann, ohne in den Genuss unfreiwilliger Rutschpartien zu kommen, sind jetzt vielleicht nicht DER Inbegriff der Winterfestigkeit – aber bunt bleibt eben bunt bleibt bunt bleibt bunt …

Nun bin ich auf die Idee gekommen, mein Outfit noch zu erweitern. Diesmal habe ich es auf Accessoires abgesehen. Als Fan von fingerlosen Handschuhen und Mützen aller Art findet man im Netz bei etlichen Händlern reichlich Unterstützung. Zum Beispiel OTTO bietet modische Accessoires in diesem Bereich. Und während ich mich ohne konkretes Ziel beim Herumstreunen auf den Seiten der Modeanbieter von den Accessoire-Fotografien berieseln ließ, drängte sich mir ein Gedanke auf: Warum gibt es eigentlich so wenig Mode-Makrofotografie? Diese Frage ließ mich nicht mehr los. Ich habe noch ein bisschen weiter gestöbert, konnte mich aber bald nur noch auf die Vorstellung von extrem vergrößertem Modeschmuck konzentrieren. Winzige Detailausschnitte gigantisch groß wirkender, glänzender Armreifen. Baumwollene Fusselwaldlandschaften einer Wintermütze. Brückenartig wirkende, in alle Himmelsrichtungen reflektierende Glieder einer Silberkette. Die riesigen Turmreihen von Handschuhfingern, deren Oberfläche so aussieht, als seien sie seit Jahren nicht mehr restauriert worden; als wäre an vielen Stellen bereits der Putz abgeblättert.

Der Traum von winziger Größe

Winzige Accessoire Welt

Ich hielt diese Gedanken nicht mehr aus. Kurzerhand habe ich mir meine Kamera geschnappt und meinen Kleiderschrank nach brauchbaren Versuchsobjekten für mein Mega-Makro-Mode-Experiment durchwühlt. Bereits nach kurzem Suchen hatte ich die ersten freiwilligen Kleidungsbeilagen gefunden. Eine Wollmütze, blau-schwarz gestreift. Ein paar fingerlose Handschuhe, schwarz-rot kariert. Einen Armreif einer früheren Freundin (warum liegt der noch bei mir `rum?!). Und eine mir völlig unbekannte grüne Armbanduhr.

Hochmotiviert ging ich ans Werk. Bereits die ersten Aufnahmen, die ich machte … sahen grauenhaft aus. Doch ich gab nicht auf. Und zu meinem größten Erstaunen … waren auch die nächsten Versuche auch nicht besser. Egal, ich probierte es weiter. Je mehr ich mich anstrengte, desto mehr verlor ich den Blick für das – im wahrsten Sinne des Wortes – Detail. Auch die Zuhilfenhame eines alten Mikroskops als Kontrollinstanz, bei dem ich ebenfalls erstaunt war, dass es noch in irgendeinem Schrank herumlag, half nichts. Ich konnte die großen Visionen, die mir zuvor so greifbar nahe schienen, einfach nicht umsetzen. Das baute mich nicht gerade auf. Jedoch konnte ich die zwischenzeitlich entstandene Frustration durch einen gezielten Accessoire-Internet-Shopping-Marathon bezwingen.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die mir vorliegenden modischen Versuchskaninchen nicht optimal waren.

Und ich werde mich weder herbstlicher Farblosigkeit, noch unfotogenem Modeschmuck ergeben.

Ich denke, ich werde demnächst mal meine bunten Sneakers anziehen und den zuvor gefundenen Armreif seiner rechtmäßigen Besitzerin zurückbringen. Sie kennt sich besser mit Accessoires aus als ich – und vielleicht kann sie mir ein paar große Tipps zu meiner winzigen Fotoidee geben.

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