PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Weihnachten reloaded

Francis 13. Februar 2013

Das neue Jahr hat begonnen, der Winter zeigt uns nochmals, was er so drauf hat, Ostern steht schon halbwegs vor der Tür – und für mich weihnachtet es noch immer.

Auch wenn mein Pixxel-Kollege Marvin von sich selbst behauptet, er sei kein Grinch: Er ist doch einer. Kürzlich schrieb er über das schockierende Erlebnis mit den Dias seines Bekannten, und darüber, wie froh er sei, dass Weihnachten endlich vorbei ist. Grinch! Ein bisschen mehr Sensibilität, bitte, Herr Kollege 😉

Aber mal im Ernst: Ich hab den Dezember genossen. Ich hab Weihnachten und Silvester entspannt gefeiert. Ich hab mit größter Freude im weihnachtlichen Gefühlsmeer gebadet. Und natürlich war auch für mich das ein oder andere Weihnachtsgeschenk drin. Und um ehrlich zu sein, Weihnachten will für mich scheinbar auch noch nicht enden … was mich freut!

Ende Januar hab ich es schweren Herzens geschafft, meinen Plastikweihnachtsbaum wieder abzubauen. Zugegeben, das hatte nicht nur mit Sentimentalität, sondern auch mit Faulheit zu tun. Egal. Jedenfalls dachte ich mir an dem Punkt, so, nun ist Weihnachten 2012 wirklich vorbei. Doch das sollte sich als verfrühte Annahme herausstellen. Ein paar Tage später stand nämlich ein Paketzusteller mit einer Sendung für mich vor der Tür. Ich hatte nichts bestellt und war dementsprechend erstaunt. Der Absender war ein guter Freund, der mit seiner Familie vor einigen Jahren in die USA gezogen war. Seitdem kommunizieren wir nur noch sporadisch, via Internet. Darum steigerte es meine Verwunderung noch, nun ein Paket von ihm zu erhalten. Als ich es öffnete, war das erste, das ich sah, eine Karte, auf der stand: „Merry (delayed) X-Mas!“

Weihnachtsfest American Style

Neben der Karte befanden sich in dem Paket zwei englischsprachige Fotografie-Lehrwerke und ein Fotobuch mit Weihnachtsbildern der Familie meines Freundes: Seine Kinder, wie sie mit Weihnachtsmann-Mützen bei, wie es aussah, 20 winterlichen Grad an einem sonnenverwöhnten Sandstrand entlang rannten. Er selbst und seine Frau mit einem Blech Plätzchen in der Hand und Küchenschürzen, von denen ein Weihnachtsmann mit dem Finger auf den Betrachter zeigte und mit gut gelaunter Eindringlichkeit forderte, „I want you to celebrate!“. Dann eine eingeschneite Häuserreihe, die sich mit Unmengen von Lichterketten und anderem leuchtenden Schmuck gegen die nächtliche Dunkelheit auflehnte …

Purer, klassischer, skurriler American-Style-Weihnachtskitsch. Das Klischee schlechthin. Die Bildbeschreibungen und ein beiliegender Brief erzählten mir von einem weihnachtlichen Road Trip durch das halbe Land und bestätigten meine voreingenommenen Vorstellungen vom amerikanischen Weihnachtsfest – und ich liebte es!

Nachdem ich mich stundenlang mit dem Inhalt des Pakets amüsiert hatte, schrieb ich eine ellenlange E-Mail an die Absender. Ich warte noch auf die Antwort, und bis dahin werde ich – ganz sentimental, emotional – weiter in meinem persönlichen, extra für mich auf amerikanische Art verlängerten Weihnachten schwelgen.

Foto: Bernd Kasper / Pixelio.de

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