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Wassertropfen: “How to!?”

Ilkay Saplak 22. Dezember 2010


Hallo liebe Blogleser,

oft werden in Foren oder auf diversen Seiten, wundervolle Bilder von Wassertropfen gezeigt, wie sie ins Wasser einschlagen und die verschiedensten Formen annehmen.
Man fragt sich oft „…wie macht er das nur!?“ und genau um diese Frage beschäftigen wir uns in unserem heutigen Blog.

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Zuvor aber etwas zum Lesen, damit wir mal ein Grundverständnis dafür bekommen, was wir eigentlich machen werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass man den Wassertropfen in seiner Bewegung „einfrieren“ muss, damit man den „Moment“ einfangen kann. Dies erreichen wir nur durch eine sehr kurze Verschlusszeit und damit das Bild scharf genug wird, brauchen wir eine höhere Blendenzahl sprich eine kleine Blendenöffnung UND viel Glück!

Damit wir ein in der Belichtung korrektes Bild erhalten, kommen wir um die Verwendung eines Blitzgerätes nicht drum rum.
Idela wäre es, ein Systemblitzgerät zu nutzen, welches man per Funkübertragung bedient. So können wir indirekt den Hintergrund beleuchten und erhalten so ein sehr diffuses (weiches) Licht ohne harte Schatten.

Bei Verwendung des eingebauten Blitzes, sollte man ein Diffuser oder ähnliches verwenden um harte Kontraste zu vermeiden.



Hier mal eine kleine Auflistung der Utensilien, welche wir verwenden sollten:

– eine Schüssel, welche tief sein sollte, damit sich schöne Tropfen bilden, da sich bei flachem Wasser nur Kronen bilden würden
– eine Spritze und eine Nadel mit einem größeren Durchmesser (in jeder Apotheke erhältlich, Kosten: ca. 50 Cent)
– 2 Klemmen zur Befestigung und zum Positionieren der Spritze
– ein dünner Stab oder etwas Vergleichbares
– ein Stativ um mittels der Klemmen den Stab und die Spritze zu klemmen
– ein Hintergrund (am besten rot, weiss, gelb etc.) damit wir in den Reflektionen die Farbe des Hintergrundes erhalten
– am Besten ein Makroobjektiv (hier wurde die Canon EF 100mm f/2.8 USM Macro verwendet)
– Funkauslöser, da man so den Tropfen besser beobachten kann um genau im richtigen Moment auszulösen, (außerdem wäre eine Auslösung ohne Verwacklung der Kamera fast nicht vermeidbar)
– und zu guter Letzt ein Systemblitzgerät mit Funkauslöser (alternativ: den internen Blitz)



So nun geht es zum Aufbau:

Hier wurde alles auf einer Kommode hergerichtet.
Als erstes wird der Hintergrund mit etwas Klebeband an der Wand befestigt, damit dieser später nicht verrutscht. Danach kann man die Schüssel fast bis zum Rand mit Wasser füllen und mittig vor den Hintergrund stellen. Nun wird der Stab an einem Ende an das Stativ geklemmt und an das andere Ende kommt die Spritze. Zu guter Letzt noch das Systemblitzgerät auf den Hintergrund richten und fertig ist der Aufbau!

Zu den Kameraeinstellungen kann ich nur Richtwerte nennen, aber die „Feineinstellung“ muss jeder für sich selber rausfinden.
ISO 100, Blende 8-11 und Belichtungszeit um die 1/125 – 1/200sec (Blitzsynchronzeit der Kamera beachten, bei Verwendung eines Funkauslösers).

Damit es gleichmäßig bzw. überhaupt tropft, muss der Stopfen abgenommen werden, sprich die Spritze muss hinten offen sein, dort wird auch das Wasser eingelassen. So, nun wird die Spritze mit Wasser befüllt.

Anschließend wird die Schüssel so positioniert, dass der Tropfen in die Schüsselmitte fällt.
Es empfiehlt, sich während des Vorgangs manuell zu fokussieren. Dazu hält man einen Stift in die Schüssel, genau an der Stelle, wo der Tropfen auftrifft und nun stellt man einfach auf den Stift scharf.
Der Rest ist eine Timing-Frage und Glück spielt selbstverständlich auch eine große Rolle; ihr werdet es schon verstehen warum 😉



Hier sind ein paar Bilder, damit ihr eine Vorstellung davon habt, was man durch so ein Aufbau erreichen kann:

Tropfen vor dem Eintauchen in das Wasser. Hintergrund war hier weiß. Es entstand ein leichter Blaustich durch die verwendete blaue Schüssel.

Selber Aufbau wie oben, nur durch besseres Timing die 3 Tropfen erwischt.

Hier gleicher Aufbau nur mit rotem Hintergrund.

Und ein letztes Bild mit gleichem Aufbau, nur dieses mal mit einem gelbem Hintergrund.



Kleiner Tipp:
Durch das Verstellen des Winkels der Spritze, kann man mehr oder weniger Tropfen erhalten.
Je mehr Wasser in der Spritze, umso mehr Druck entsteht und dadurch tropft es auch mehr.
Dies kann man steigern, in dem man die Spritze mehr senkrecht stellt.

Ein Handtuch/Mikrofasertuch sollte nicht fehlen, damit man das Objektiv oder das Blitzgerät, sollten diese einmal nass werden, schnell abwischen kann.

So, einfach mal ausprobieren und natürlich viel Spass dabei!

Euer Ilkay

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Kommentare (7)

  1. Hey,

    freue mich sehr, dass dieser Beitrag euch gefällt.
    Ich wünsch euch viel Spaß beim ausprobieren und natürlich viel Glück.

    Euer Ilkay

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  2. Hi,

    leider fehlen hier die Bsp. – Bilder in dem super Tutorial. Könntet ihr das fixen?

    /Benny

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  3. Hallo liebe Fotofreunde,

    leider hab ich durch einen Defekt meiner Festplatte rund
    80% aller Bilder verloren 🙁
    Aber gerne werde ich in den kommenden Tagen für euch den Aufbau erneut ablichten und online stellen.

    MfG
    Ilkay

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