PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Was ist eigentlich die “Blaue Stunde”?

Patrice 18. Dezember 2010

Teil 1 der großen PIXXEL-Serie „Was ist eigentlich…?“ dreht sich heute um die „Blaue Stunde“. Wir sprechen jedoch nicht von dem Zustand nach der zehnten Flasche Bier, sondern bleiben bei der Fotografie – und Stimmung kommt trotzdem auf.

Was ist die „Blaue Stunde“?

Blaue StundeReden Fotografen von der „Blauen Stunde“, sprechen sie eigentlich über Zeiträume, die sich während der Dämmerung abspielen. Zum einen finden diese kurz nach Sonnenuntergang und zum anderen kurz vor Sonnenaufgang statt.  So eine „Stunde“ sieht man zwar nicht alle Tage, doch jeder von uns hat eine solche bestimmt schon einmal miterlebt. Wenn keine Wolken oder Dunst den Himmel bedecken, erstrahlt dieser meist in einen tiefen blau. Oft kündigt sich ein solcher Moment durch das bekannte „Abendrot“ an, wie auf dem unteren Foto zu erkennen ist.

Charakteristisch für einen „Blaue Stunde“ ist, dass das Licht der Umgebung (Fensterbeleuchtungen, etc.) in etwa die selbe Farbe hat wie der Himmel.

Was hat die „Blaue Stunde“ mit der Fotografie zu tun?

Blaue StundeDie „Blaue Stunde“ nutzen Fotografen für die Nachtfotografie und Available-Light-Fotografie . Dadurch, dass die komplette Dunkelheit noch nicht eingetroffen ist, lässt sich die Umgebung besser wahrnehmen als in der Nacht. Die Kontraste zwischen hell und dunkel sind abgeschwächt und es kommt eine ruhige, harmonische und friedliche Stimmung auf.

Die Melancholie steht ein wenig im Gegensatz zu den ungewöhnlich bunten Farben. Das tiefe blau, leuchtende Straßenlaternen und rote Dächer können für farbenfrohe Bilder sorgen, die entspannte Friedlichkeit ausstrahlen.

Welche Tipps habt ihr für meine perfekte erste „Blaue Stunde“?

Blaue StundeEine „Blaue Stunde“ dauert leider keine ganze Stunde. Meist kann man diesen Zustand des Himmels zwischen 15 – 25 Minuten bewundern. Jedoch nicht jeden Tag! Wolken können ein solches Schauspiel verhindern. Oft werden „Blaue Stunden“ durch einen roten oder orangefarbenen Himmel angekündigt.

Solltet ihr dieses Abendrot rechtzeitig bemerken, dann schnappt euch eure Kamera, und dann nichts wie raus. Doch natürlich reicht es nicht, nur den blauen Himmel zu fotografieren. Ihr braucht ein Motiv und lasst das blau nur unterstützend wirken. In der Motivwahl habt ihr natürlich volle Entscheidungsfreiheit und der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Doch es empfiehlt sich, schon vorher ein Motiv zu wählen, da die „Blaue Stunde“ eigentlich „Blaue 20 Minuten“ heißen müsste.

Tipp: Durch eine höhere Belichtungszeit erzielt man noch intensivere Farben, und das macht ein Foto aus der „Blauen Stunde“ aus.

Weitere Beiträge aus der „Was ist eigentlich…“-Serie:

Teil 1: Was ist eigentlich die „Blaue Stunde“?

Teil 2: Was ist eigentlich der „Goldene Schnitt“?

Teil 3: Was ist eigentlich die „Drittel-Regel“?

Teil 4: Was ist eigentlich eine „Diagonale“?

Teil 5: Was ist eigentlich „Motivüberlagerung“?

Teil 6: Was ist eigentlich die „perfekte Schärfenebene“?

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