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Musik im Blut, Kamera in der Hand

Joy 9. Oktober 2012

Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich die Konzertfotografie liebe. Schon lange wollte ich mal einen kleinen Bericht darüber schreiben, weil ich finde, dass die Konzertfotografie etwas zu kurz kommt. Umso mehr freue ich mich, diesen Gastbeitrag verfassen zu dürfen! Bevor ich loslege, will ich nur noch anmerken, dass ich euch erzähle, wie ich dabei vorgehe, um die besten Ergebnisse zu bekommen, und was meine Erfahrungen sind. Andere Konzertfotografen werden vielleicht anders vorgehen und auch andere Ansichten haben. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen. Und falls ihr danach Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne stellen.

Equipment

Anfangen werde ich am Besten mit der Ausrüstung, ohne die es natürlich nicht möglich wäre, überhaupt zu fotografieren. Ich selbst habe mit einer Canon EOS 400D und dem normalen Kit-Objektiv angefangen. Für den Anfang sicherlich ganz okay, aber diejenigen, die sich mit dem Fotografieren allgemein auskennen, werden schon wissen, dass die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend werden. Im Großen und Ganzen könnte man natürlich mit jeder Kamera fotografieren, für wirklich optimale Ergebnisse sollte man aber geeignetes Equipment besitzen. Nun fotografiere ich mit der Canon EOS 5D Mark II; für mich optimal! Dazu sind am besten das Canon 24-70mm F/2.8, Canon 70-200mm F/2.8 und das Festbrennweite-Objektiv von Canon mit 50mm F/1.4 oder F/1.8. Oder ähnliche Objektive von Sigma und Tamron.

Akkreditierung

Was man natürlich auch braucht, um wirklich anfangen zu können, ist die Akkreditierung – ohne die geht gar nichts. Es ist fast unmöglich, ohne für ein bestimmtes Medium zu fotografieren, eine Akkreditierung zu bekommen. Eine Möglichkeit, an eine Akkreditierung zu kommen, ist, bei lokalen Zeitungen oder Online-Magazinen anzufragen. Diese verlangen meist Beispielfotos, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden sind. Man merkt also, dass es allgemein eher schwierig ist, eine Chance zu bekommen, in die Konzertfotografie einzusteigen. Ich hatte wohl ziemlich viel Glück. Mein erstes Konzert durfte ich 2008, ohne für ein bestimmtes Medium zu arbeiten, allein für mein Portfolio fotografieren. Somit hatte ich meine ersten Beispielfotos und bekam so mehr Chancen, auf weiteren Konzerten zu fotografieren. Mein Tipp: Man darf nicht gleich aufgeben und muss dran bleiben, notfalls auch etwas nerven.

Verhalten

Hat man es dann geschafft, in den Pressegraben zu kommen, hat man schon mal einige Hürden genommen. Zum Verhalten im Fotograben möchte ich Folgendes sagen: Securities sind einerseits zum Schutz der Band da, aber auch zu eurem eigenen Schutz. Ihr solltet auf die Anweisungen der Security hören und euch nicht mit ihnen anlegen. Es sind auch nur Menschen, die ihren Job machen, und ich muss sagen, bisher konnte ich auch immer ganz nett mit ihnen reden. Nach den ersten drei Songs ist für uns Fotografen meist Schluss, und da solltet ihr auch darauf hören. Alles andere wäre unangebracht. Bei den meisten Konzerten dürft ihr noch weiter dort bleiben, aber keine Bilder mehr schießen. Wie auch immer sich die anderen Fotografen benehmen, man sollte einander akzeptieren und respektieren. Das heißt, nicht vor der Linse herumlaufen und auch nicht bis ganz nach vorne an die Bühne gehen (Gefahr, in den Bildern der Fotografen aufzutauchen). Das Publikum ist meist nicht gut auf uns Fotografen zu sprechen. Aber meist gilt ja die Regel: “ Drei Songs, kein Blitz.“ Lasst euch also nicht vom Publikum verunsichern, die ersten drei Lieder gehören uns; dann sind wir weg, und die Fans haben freie Sicht. Es gibt natürlich nicht nur negative Erfahrungen mit dem Publikum, oft kann man sich auch recht nett mit ihnen unterhalten.

Rechte

Wenn ihr ein Konzert fotografiert, bedeutet das nicht gleich, dass ihr die Fotos für alles verwenden dürft! Meist muss man das Medium, für das man fotografiert, angeben und darf auch nur dort die Bilder veröffentlichen. Für das eigene Portfolio darf man die Bilder aber meist auch verwenden. Nicht, um sie weiter zu verkaufen, sondern um zu zeigen, was man kann. Was ich allgemein noch sagen will: Man macht Konzertfotos, weil man das Fotografieren liebt und weil man die Musik liebt. NICHT, weil man kostenlos auf ein Konzert will. Konzertfotografie ist harte Arbeit, bei der man auch oft einiges einstecken muss. Man muss auch mal Konzerte fotografien, bei denen man die Musik nicht mag, und auch da sollen die Bilder super sein. Bei jedem Konzert sage ich mir, „mache Bilder, als sei es deine Lieblingsband, als ging es um alles, gib mehr als 100 Prozent“, denn genau das sollte man auch machen! Ich könnte noch so vieles mehr erzählen, aber ich denke, dass die wichtigsten Punkte genannt sind.

Auszug aus Joys Portfolio

Aus dem Portfolio von Joy Dana (pixxel-blog.de)

Aus dem Portfolio von Joy Dana (pixxel-blog.de)

Aus dem Portfolio von Joy Dana (pixxel-blog.de)

Aus dem Portfolio von Joy Dana (pixxel-blog.de)

Aus dem Portfolio von Joy Dana (pixxel-blog.de)

Musik im Blut, Kamera in der Hand, 5.0 out of 5 based on 1 rating

Veröffentlicht von Joy

Joy

Ich heiße Joy Dana und bin zurzeit in der Ausbildung zur Grafikdesignerin. Neben meiner Ausbildung fotografiere ich für ein Online-Magazin und eine lokale Zeitung auf Events und Konzerten. Musik, Design und Fotografie spielen eine große Rolle in meinem Leben, so bin ich auch, wie man sich schon denken kann, auf Konzertfotografie und Grafikdesign gekommen. Alle Beiträge von Joy sehen →

Kommentar (1)

  1. coole Fotos, schoener Artikel! auch ein 14mm Objektiv, muss nicht unbedingt ein teueres Canon sein kann Wunder machen :)! liebe Gruesse, dorina

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