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Mondfotografie: Philipp Schmidli erklärt sein Geheimnis

Admin 31. Mai 2013
Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Ein sehr spezielles Gebiet des Abbildens der Wirklichkeit ist die Astrofotografie. Hierbei dreht sich, wie der Name es schon vermuten lässt, alles um die Darstellung des Kosmos, mitunter also auch des Mondes. Dabei ist der Tätigkeitsrahmen die Nacht oder frühere Dämmerung, wenn der Mond mit seinen Konturen am besten herausstechen kann. Herausforderung Nummer 1 ist dabei natürlich gerade im anfänglichen Stadium eine scharfe Aufnahme zu erreichen, wobei zu späterer Chronologie mit besserem Equipment, also vorrangig längeren und teureren Objektiven, die detailreiche Darstellung des Himmelskörpers in den Vordergrund rückt.

Der Fotograf

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Der Schweizer Philipp Schmidli schoss vor kurzem ein wirklich beachtenswertes Mondfoto, das vor dem übermächtig groß wirkenden Himmelsgestirn einen Mountainbiker mit Rucksack zeigt, der bergan pedaliert und versucht, die Steigung zu meistern. Die Faszination der Aufnahme ergibt sich in erster Linie aus den gegenübergestellten Proportionen und dem simplen Bildaufbau. Dabei stellt Schmidli direkt klar, dass es nicht Photoshop war, das ihm zu diesem Bild verholfen habe, sondern ein bis ins kleinste Detail geplanter Schuss, bei dem Wetter und Location einfach gepasst haben. Wolken oder Gegenstände zwischen ihm und dem Motiv wie Sträucher oder Bäume hätten ebenfalls das Vorhaben zum Scheitern gebracht.

Planung

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Der 27-Jährige erklärt, die gute Vorbereitung mit GPS-System von Garmin sei das A und O gewesen. Den perfekten Ort für das Foto fand Schmidli mit Hilfe von Google Earth. Hier entdeckte er einen Hügel im Luzerner Hinterland, wobei er die Position des Mondes mithilfe einer speziellen Software errechnete.

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Equipment und Ablauf

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Entscheidendes Kriterium für die gute Aufnahme sei neben den äußeren Bedingungen der Distanzunterschied zwischen Kamera und Radfahrer – einem befreundeten Fotografen – gewesen. Dieser betrug vorliegend rund einen Kilometer, wodurch der Mond im Hintergrund viel größer im Vergleich zur Person dargestellt werden konnte. Mit Hilfe eines Walkie-Talkies blieben Fahrer und Fotograf miteinander in Kontakt. Auf Equipmentseite setzte der Schweizer nur auf das Beste, was käuflich zu erwerben ist. Seine Spiegelreflex trägt einen roten Canon-Gurt und die Aufschrift 1D X. An dieser verwendete er nicht nur für dieses Bild sein EF 600mm f/4L IS II USM Objektiv. Um auf die erforderliche Brennweite von 1200mm trotz Vollformat zu kommen, wurde zwischen Body und Glas noch der Extender EF 2x II montiert.

Sicherer Stand

Im Gegensatz zu manchen Amateur machte Schmidli allerdings nicht den Fehler zu versuchen, eine derartig schwere Kamera-Objektiv-Kombination auf einem minderwertigen Stativ und Kopf zu verwenden. Stattdessen benutzte er ein Gitzo GT3541LS Stativ mit MA 393 Kugelkopf. Schweres Geschütz für eine schwere Kamera. Aber die Aufnahme gibt Schmidli recht, wozu wir ganz herzlich gratulieren wollen.

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Foto: Philipp Schmidli

Kommentare (2)

  1. Vielen vielen Dank für den tollen Bericht – ich bin wirklich am überlegen ob ich mir eine geeignete Stelle such und es auchmal versuche 😉 Ich habe gedacht ich kenne schon alles – aber Man(n) lernt immer dazu.
    Viele Grüße

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