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Lightpainting Tutorial – HOW TO

Marc Wegner 2. Januar 2011

Heute wollen wir uns näher mit dem Thema „Lightpainting“ beschäftigen. Passend zum Thema gibt es ein kleines Tutorial wie man mit wenig Aufwand ein Weinglas toll in Szene setzen kann.

Lightpainting ist eine fotografische Technik bei der man in der Regel nachts oder in einem abgedunkelten Raum mit Hilfe von einer (oder mehreren) Lichtquellen förmlich in der Luft „zeichnet“. Ermöglicht wird dies erst dadurch, dass man eine längere Belichtungszeit wählt.

Die ersten bekannten Lightpainting Aufnahmen stammen von dem amerikanischen Fotografen Man Ray (Fotoreihe „Space writing“, 1935). 1946 schuf auch Pablo Picasso eine Reihe von Langzeit-Fotografien, inspiriert durch den Life-Fotografen Gjon Mili.

Mit Verbreitung der digitalen Kamera wurde diese Fotografie-Technik natürlich erheblich erleichtert. Heute kann jeder der in Besitz einer DSLR ist, mit wenig Aufwand, interessante Fotos schaffen. Aber man sollte sich vor Augen halten. dass dazu auch immer etwas Übung, Timing und natürlich ein Quäntchen Glück nötig ist.

Mit dieser Technik kann man entweder etwas „Neues“ schaffen, in dem man mit Licht kleine Kunstwerke malt, oder man kann vorhandene Gegenstände besonders in Szene setzen. Wir beschäftigen uns heute mit der zweiten Variante:

Also kommen wir zum praktischen Teil: Heute zeige ich euch wie man aus Bild 1 , das ganz normale Weinglas, Bild 2 , eine viel interessantere Version, macht. Alles was ihr dazu benötigt ist ein Stativ, ein Glas (es muss nicht zwingend Rotwein sein 😉 ) und eine Taschenlampe. Wichtig ist, dass ihr die Kamera und das Weinglas platziert und danach beides nicht mehr bewegt, um uns später die Arbeit in Photoshop zu erleichtern.

Es lässt sich schnell vermuten, dass es sich nur um ein einziges Foto handelt welches lang belichtet und schön ausgeleuchtet wurde. Das ist jedoch nicht richtig. Es handelt sich um genau 5 Aufnahmen. In jeder wurde das Weinglas anders beleuchtet. Wichtig ist, dass ihr bei völliger Dunkelheit arbeitet. Das heißt, so lange das Licht an ist bereitet ihr alles vor, platziert das Glas und die Kamera, wählt den Bildausschnitt und fokussiert das Glas. Danach stellt ihr den Fokus auf manuell und stellt die Belichtungszeit auf 2-5 Sekunden (einfach ausprobieren). Jetzt schaltet ihr das Licht aus und macht eure  Fotos mit verschiedenen Belichtungen. Hier die einzelnen Fotos:

Wie man in den einzelnen Aufnahmen erkennen kann haben wir nun 5 mal genau das gleiche Glas, nur jeweils anders beleuchtet. Hierbei sind euch keine Grenzen gesetzt. Lasst eurer Kreativität einfach freien Lauf und probiert auch mal andere Beleuchtungswinkel oder auch Farben aus!

Zu guter Letzt fehlt uns noch eine Aufnahme: Der Lichtschweif bzw Strahl. Dazu arbeitet ihr genau wie vorher beschrieben und malt ein Spirale um das Weinglas. Das klappt nicht immer beim ersten Mal also versucht es einfach so lange, bis euch der Lichtstrahl um das Glas gefällt:

Jetzt haben wir alle Aufnahmen und sind fast fertig. Wir müssen sie nur noch in Photoshop zusammenfügen.

Wir öffnen Photopshop und wählen: DATEI/SKRIPTEN/DATEIEN ALS STAPEL LADEN… (alternativ in der  englischen Version müsste es heißen „load images as stack“)

Es öffnet sich folgender Dialog in dem wir alle Fotos auswählen und auf  „OK“ klicken

(Alternativ kann man dies natürlich auch alles manuell machen, in dem man eine neue Datei öffnet und jedes Foto als eine neue Ebene einfügt)

Photoshop hat nun alle Fotos als Ebenen geladen und in eurem Ebene-Fenster müsste es wie folgt aussehen:

Den Rest erledigt Photoshop für uns ! Wir müssen lediglich alle Ebenen markieren und danach gehen wir auf BEARBEITEN/EBENEN AUTOMATISCH ÜBERBLENDEN… Jetzt öffnet sich erneut ein Dialog. Wir wählen „Bilder stapeln“ und machen ein Häkchen bei „Nahtlose Töne und Farben“.

Jetzt müsst ihr nur noch ein paar Sekunden warten und Photoshop erledigt den Rest.

Ergebniss war bei mir dieses Foto:

Wem das noch nicht genug ist, kann natürlich auch weiter an diesem Fotos arbeiten. Ich habe zum Beispiel danach alle Ebenen auf eine sichtbare reduziert und danach noch eine Farbton/Sättigungs Maske darauf gelegt. Jetzt färbt ihr das Bild nach euren Wünschen ein und malt danach alles mit einen schwarzem Pinsel aus, was nicht gefärbt werden soll (in meinem Falls das Glas) :

Ich hoffe euch hat das Tutorial gefallen und ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren !

Gruß

Marc

Kommentare (2)

  1. Danke für das Tutorial, das sind interessante Anstösse.
    Gibt es in Gimp eine ähnliche Überblendfunktion? Konnte leider nichts derartiges finden.
    Gruss Arnd

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    • Ich selbst arbeite leider nur mit Photoshop, trotzdem habe ich mich mal für dich schlau gemacht und ein bischen im Internet gestöbert. Ein ähnliche „automatische“ Funktion gibt es wohl nicht. Aber denoch kannst du ja alles manuell machen: heißt du lädst jedes Foto einzeln als Ebene und danach kannst du sie alle einzeln Überblenden im Ebenen-Modus. Hier ein kleiner Link , er befässt sich zwar mit etwas anderem , aber dort werden auch die Ebenen-Modi verwendet : http://www.drweb.de/magazin/gimp-ausreizen-arbeiten-mit-den-ebenen-modi/

      Hoffe ich konnte dir etwas helfen 🙂

      Gruß

      Marc

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