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Junge Fotografen: Christopher Grigat

Marc Wegner 16. Januar 2012

In unserer Rubrik Junge Fotografen möchten wir regelmäßig jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. Gleichzeitig ist das ein Aufruf an alle Fotografen, egal ob Amateur oder schon Profi, sich bei uns zu melden! Jeder ist Willkommen!

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Steckbrief

Name: Christopher Grigat
Alter: 18
Motivation: Die Neugierde neue Menschen kennenzulernen und Persönlichkeiten für die Ewigkeit festzuhalten.
Ziele: Fotografie zu meinem Beruf zu machen und neue interessante Gesichter abzulichten.
Art der Fotografie: Peoplefotografie
Referenzen: Diverse Jobs für kleine Werbeagenturen 
-Größter Erfolg (Wettbewerbe,Jobs etc.): Eine kleine Ausstellung mit 10 Fotos, in welcher örtliche Jugendkulturen gezeigt wurden. Bei der Ausstellungen war auch die örtliche Presse da und es gab sogar einen Zeitungsbericht.
Kontakt: Website
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Interview

Hallo Christopher, stell‘ dich doch bitte kurz vor
Ich bin Christopher und 18 Jahre alt. Zur Zeit bin ich dabei mein Abitur zu machen und fotografiere und filme viel neben der Schule. Ich fotografiere überwiegend Menschen und bin seit knapp 4,5 Jahren dabei.

Wie hast du zur Fotografie gefunden?
Angefangen hat es „damals“ (klingt als wenn ich schon sehr alt wäre :D) als ich gerade 14 geworden bin. Es war ein Tag, da hat mich irgendwie die Lust ergriffen zu fotografieren und ich bin dann mit meiner kleinen Digicam losgezogen und habe dann im örtlichen Stadtpark fotografiert. Von diesem Tage an hab ich mich sozusagen in die Fotografie „verliebt“. Darauf folgten diverse Bücher und schon bald meine erste kleine Spiegelreflexkamera, mit der ich dann weiter und weiter übte. Mit der Zeit kam mehr Erfahrung und das Equipment wuchs ebenfalls.

Wie lange fotografierst du schon und was für eine Ausrüstung verwendest du?
Ich fotografiere jetzt seit ungefähr 4,5 Jahren und zur Zeit arbeite ich mit einer 5D Mark II und diversen Objektiven, bevorzugt Porträtbrennweiten.
Dazu arbeite ich auch viel mit künstlichem Licht, sprich Blitzlicht und ein Ranger Quadra nebst ein paar Aufsteckblitzen ist mein treuer Begleiter geworden.

Ist Fotografie nur ein Hobby für dich oder fotografierst du auch beruflich?
Momentan ist es beides. Es hat angefangen als ein Hobby, eine Leidenschaft und es kommen immer mehr kommerzielle Aufträge hinzu. Zur Zeit gehe ich noch zur Schule, so dass ich mich in dieser Hinsicht einschränke. Zudem muss man aufpassen, dass man nicht nur noch kommerziell fotografiert, da man schnell Gefahr läuft, die Leidenschaft zu verlieren. Ich stehe zum Glück nicht unter dem Druck von der Fotografie leben zu müssen, so dass ich immer noch frei bin und viel ausprobieren kann. Doch irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich auch mein Brot damit verdienen muss/will.

Was sind deine Lieblingsmotive ? Was fotografierst du am liebsten?
Mein Lieblingsmotiv ist definitiv der Mensch und das was ihn ausmacht z.B. seine Kleidung und Umgebung. Ich habe schon relativ früh gemerkt, dass die Menschen- bzw. neudeutsch die Peoplefotografie das Passende für mich ist. Natürlich habe ich auch am Anfang die typischen Motive wie Blumen, Sonnenaufgänge und Stillleben fotografiert um mich auszuprobieren. Zudem laufen diese Motive ja auch nicht weg ;). Aber Menschen haben für mich einen ganz besonderen Reiz, da sie Gesichten erzählen und zu erzählen haben.

Was macht deine Fotos aus? Verfolgst du einen bestimmten Stil?
Ich versuche schon meinen eigenen Stil zu entwickeln und durchzuziehen. Natürlich ist man von den Fotografen geprägt, die man sich gerne und öfters anschaut. Meinen Stil würde ich als etwas entsättigt, kontrastreich und kühl bezeichnen, außerdem fotografiere ich reduziert ohne viel Schnickschnack, da ich lieber das Motiv für sich zeigen möchte. Selbstverständlich gibt es viele Fotografen, die sehr gut Fotos aufwendig inszenieren können., aber zu denen zähle ich mich nicht.

Wo fotografierst am häufigsten? Und gibt es eine Tageszeit die du bevorzugst?
Da ich viel mit künstlichen Licht arbeite, spielt die Tageszeit eher eine untergeordnete Rolle. Im Grunde fotografiere ich zu jeder Tages- und Nachtzeit, natürlich hängt es auch vom Motiv ab bzw. das Bild, das ich im Kopf habe. Im Studio bin ich eher weniger, dafür oft draußen, aber auch an Locations, wo sich viele Menschen tummeln. Selbst ein Zimmer oder die Wohnung einer Person, die ich fotografiere, kann als Location dienen, da sie im Kontext mit dem Menschen wieder eine ganz besondere Gewichtung erhält. Solche Orte erzählen wie die Menschen selbst viele Geschichten.

Was für Ziele verfolgst du und was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ganz klar will ich mein Abitur im übernächsten Jahr machen und daran anschließend die Fotografie weiter zu meinem Beruf machen. Für die nähere Zukunft will ich mich mehr in dem Fashionbereich ausprobieren und mehr Serien fotografieren, vielleicht sogar verbunden mit einer kleinen Ausstellung. Momentan spielt für mich das Filmen mit der DSLR eine immer größere Rolle und wird es wahrscheinlich auch noch in Zukunft.

Danke Christopher, möchtest du noch etwas sagen?
Was mir nach ca. 4 Jahren fotografieren auffällt ist, dass der Fotograf sich viel zu sehr auf die Technik verharrt und sich dadurch einschränkt. Ich kann mich gut daran erinnern wie ich immer der Meinung war, ein Foto nur dann umsetzen zu können, wenn ich bestimmtes Stück Technik besäße. Ein gutes Foto macht viel mehr aus als nur Technik. Dazu gehört oberflächlich erstmal, dass man ein interessantes Licht hat, das Motiv interessant ist, man eine eigene Bildsprache sowie einen eigenen Stil hat und ganz wichtig, dass das Foto ein Thema hat bzw. eine Geschichte erzählt. Die Fotografen sollten sich bewusster werden, was sie mit einem Foto erreichen wollen und warum und wofür sie das eigentlich tun. Sei es nur die bewusste Intention, dass man ein schönes Familienbild haben möchte. Doch man sollte sich bewusst werden, was man mit der Fotografie verfolgt und welche Bedeutung sie für einen selbst hat. Diese ganz essentiellen Fragen sind viel wichtiger, als mit welcher Kamera oder welchem Blitz man arbeitet. Das ist ein Thema, welches mir persönlich sehr wichtig ist.

Auszug aus Christophers Portfolio

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Dieses Bild zeigt einen Obdachlosen, welcher mir in der Stadt auf dem Weihnachtsmarkt aufgefallen ist, als er dort schon seit mehreren Stunden kniete. Seine kniende Position fällt nicht ganz so auf, da das Foto auf Augenhöhe entstand um die Welt mal aus seiner Perspektive wahrzunehmen. Eine doch recht interessante Erfahrung, die man als Fotograf gemacht haben sollte. Die umstehenden Leute waren etwas verwundert, warum ein Obdachloser fotografiert wird.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Beide Fotos sind Teil einer kleinen Serie über einen örtlichen Jazz-Musiker, den ich bei einem Auftrag kennenlernen durfte. Seine typisch englische und klassische Art war sehr faszinierend, so dass ich ihn in seinem Zuhause abgelichtet habe. Sein Zuhause spiegelt seinen Charakter wider und man erkennt überall seine Handschrift wieder und seine Naturverbundenheit.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Beide Fotos sind Teil einer kleinen Serie über einen örtlichen Jazz-Musiker, den ich bei einem Auftrag kennenlernen durfte. Seine typisch englische und klassische Art war sehr faszinierend, so dass ich ihn in seinem Zuhause abgelichtet habe. Sein Zuhause spiegelt seinen Charakter wider und man erkennt überall seine Handschrift wieder und seine Naturverbundenheit.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Hier habe ich einen Freund von mir fotografiert, der ein junger Musiker bzw. Posaunenchorleiter ist. Der Hintergrund passt sehr gut zu seinem Stil. Zudem gefällt mir auf dem Foto das Licht besonders, welches ich ab da häufig für andere Porträts verwendet habe.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Dies war das erste professionelle Model mit dem ich arbeiten durfte, einige gute Bilder sind innerhalb kürzester Zeit entstanden. Der Unterschied zu Anfängermodellen ist wirklich frapierend.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Dieses Modell ist mir im örtlichen Supermarkt aufgefallen. Der junge Herr war außerdem noch eine Jahrgangsstufe über mir. Als ich ihn wegen Fotos ansprach, offenbarte er mir, dass er bereits schon öfters für eine Agentur gemodelt hatte. Fotografiert wurde das ganze in einem speziellen Café bei uns in Gütersloh, welches eine sehr interessante Location ist. Ausgeleuchtet habe ich das ganze mit einer Lichtquelle, einem Beauty Dish.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Das Foto ist mein erstes einfaches Composing. Zu erst habe ich einen Freund von mir ganz normal fotografiert und bereits beim Fotografieren darauf geachtet, passende Streiflichter mit roten Farbfolien zu setzen. Anschließend habe ich nach einem Hintergrund gesucht und diesen dann als HDR fotografiert und später beides in Photoshop zusammenmontiert.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

eide Fotos sind Teil einer Serie, die später auch ausgestellt wurde. Sie handelt von örtlichen Jugendkulturen und hier haben wir einen BMX-Fahrer und einen Punk. Beide Personen für sich sind bereits sehr interessant von ihrer Wirkung, aber gerade wenn man beide Fotos im Kontrast hat, wird deutlich wie umfangreich, doch die Jugendkultur ist.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

eide Fotos sind Teil einer Serie, die später auch ausgestellt wurde. Sie handelt von örtlichen Jugendkulturen und hier haben wir einen BMX-Fahrer und einen Punk. Beide Personen für sich sind bereits sehr interessant von ihrer Wirkung, aber gerade wenn man beide Fotos im Kontrast hat, wird deutlich wie umfangreich, doch die Jugendkultur ist.

Aus dem Portfolio von Christopher Grigat (pixxel-blog.de)

Ein Bandfoto einer örtlichen jungen und bekannten Band „Gone Astray“, welche momentan in einer kreativen Pause verweilen. Durch sie habe ich viele gute Kontakte bekommen und bin aktiver im Videobereich geworden, da ich mit ihnen mein erstes Musikvideo gedreht und produziert habe.

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