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Junge Fotografen: Carolin Jestädt

Patrice 29. November 2011

In unserer Rubrik Junge Fotografen möchten wir regelmäßig jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. Gleichzeitig ist das ein Aufruf an alle Fotografen, egal ob Amateur oder schon Profi, sich bei uns zu melden! Jeder ist Willkommen!

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Steckbrief

Name: Carolin Jestädt alias caroli
Alter: 23
Motivation: In erster Linie steht für mich der Spaß am kreativen Gestalten im Vordergrund.
Ziele: …das meine Bilder andere Menschen begeistern. Ich bin ständig auf der Suche nach kreativen Projekten und wünschte, ein Bild von mit würde irgendwann auf einem CD-Cover oder in einer Zeitschrift/Zeitung erscheinen. Ich würde mich freuen, wenn meine Bilder irgendwann Wände in Wohnungen schmücken oder auch in Cafés (usw.) ausgestellt würden. Ich wünsche mir einfach, dass meine Bilder nicht nur von vielen Menschen gesehen werden, sondern dass sie auch begeistern. Ich möchte mich stets weiterentwickeln und immer kreativ bleiben.
Art der Fotografie: Von Menschen über Tiere bis hin zur Reisefotografie… Ich kann mich einfach noch nicht entscheiden, auf welchen Bereich ich mich lieber festlegen würde 😉
Kontakt: ???

Interview

Hallo Carolin, stell‘ dich doch bitte kurz vor
Mein Name ist Carolin Jestädt und ich bin 23 Jahre alt. Ich lebe in der Nähe von Fulda und liebe es zu fotografieren. Ich studiere zurzeit Soziale Arbeit und nutze meine freie Zeit neben dem Studium zum Fotografieren.

Wie hast du zur Fotografie gefunden?
Vor zwei Jahren habe ich meine erste Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen. Mein Freude war damals schon riesig! Ich habe schon immer gerne Bilder gesammelt – die aus Zeitschriften ausgeschnitten und aufgehängt. Schon als Kind habe ich gerne Bilder gemacht und jede Menge Taschengeld für Bildbearbeitungsprogramme ausgegeben. Doch mit der Zeit wuchs einfach der Wunsch in mir, von einer Bildersammlerin zu einer Bildjägerin zu werden. Und so begann ich mich näher in die Kunst der Fotografie einzufinden und meine eigenen kreativen Vorstellungen umzusetzen.
Durch meine Eltern kam ich letztendlich dazu, Menschen zu fotografieren. Sie meinten, ich solle es doch einfach Mal versuchen, weil ich doch so schöne Bilder mache. Ich bin ihnen bis heute sehr dankbar, dass sie mir den letzten Anstoß dazu gegeben haben, da mich diese Art der Fotografie unglaublich fasziniert.

Wie lange fotografierst du schon und was für eine Ausrüstung verwendest du?

Ich fotografiere seit ca. 2 Jahren mit einer Canon EOS 450D. Sie ist mein ständiger Begleiter. Dazu nutze ich ein Canon EF-S 55-250mm f4.0-5.6 IS-Objektiv. Meine Ausrüstung ist leider aus finanziellen Gründen noch nicht sehr umfangreich, aber ich bin zufrieden 🙂

Was sind deine Lieblingsmotive? Was fotografierst du am liebsten?

Es fällt mir noch immer nicht leicht, mich auf einen Bereich der Fotografie festzulegen. Ich genieße Tage, an denen ich alleine in den Frankfurter Zoo fahre – meine Kamera und ich, auf der Suche nach tollen Tiermotiven. Tiere haben mich schon immer sehr fasziniert und ich möchte, dass andere Menschen sie durch meine Bilder vielleicht mehr schätzen lernen und diese Faszination teilen können.
Aber ich liebe es auch Menschen abzulichten, da sie so vielseitig sind und es Spaß macht, neue Leute kennenzulernen. Jedoch empfinde ich diesen Bereich der People-Fotografie als sehr schwierig und herausfordernd, aber gerade aus diesem Grund versuche ich mich in dieser Hinsicht stets weiterzuentwickeln und stets selbst herauszufordern.
Auf Reisen gehen und Ausflüge unternehmen, ist meine große Leidschaft geworden. Egal ob Städtereisen oder Fernreisen. Es ist wundervoll das Leben und die Atmosphäre anderer Länder und Kulturen einzufangen. Ich hoff, dass ich noch viel herumkommen werde. Leider ist diese Art der Fotografie stets von den finanziellen Mitteln abhängig und aus diesem Grund muss ich meine Sehnsucht oft hinten anstellen. Jedoch empfinde ich die „Reisefotografie“ als eine der schönsten Arten zu fotografieren. Nicht alleine schon deswegen, weil das Reisen so ein positives Lebensgefühl mit sich bringt. Ich würde es gerne viel viel öfter machen!

Was macht deine Fotos aus? Verfolgst du einen bestimmten Stil?
Ich liebe Pastelltöne und helle Farbgebungen. Doch gerade in Sachen People-Fotografie versuche ich die Menschen so abzulichten, wie sie wirklich sind. Damit meine ich Ideen und Themen zu wählen die genau zu dem jeweiligen Model passen.
Ich denke, dass meine Bilder dadurch vielseitiger sind – eben so wie die Menschen selbst. Oft fällt es mir aus diesem Grund schwer, einen einheitlichen Style anzuwenden. Ich hoffe jedoch das ich mich vielleicht irgendwann durch einen eigenen Style von anderen Fotokünstlern abheben kann.

Wo fotografierst am häufigsten (auf der Straßen, im Studio, auf Reisen etc.)? Gibt es eine Tageszeit die du bevorzugst?
Ich fotografiere stets draußen also OUTDOOR – in und um Fulda. Ich mag es nicht in einem Studio zu arbeiten (habe jedoch auch nur wenig Erfahrung darin). Ich mag die Vielseitigkeit, die einem in der Natur begegnet. Ich liebe es, die Sonne und das natürliche Licht für meine Bilder zu nutzen. Ich laufe stets mit offenen Augen durch die Stadt und ständig begegnen mir neue Motive und Ideen. Ich sehe die Welt draußen als eine der besten Inspirationsquellen, die es für mich geben kann und erlebe auch die Menschen, die ich innerhalb der Stadt fotografiere, als sehr kreativ und frei in ihren Ideen und Vorstellungen.
Ich liebe es einfach, draußen Bilder zu machen und immer wieder überrascht zu werden. Ich staune jedes Mal aufs Neue, wenn ich feststelle, wie viele Perspektiven ein einziger Ort zu bieten hat. Auch wenn ich schon mehrmals an ein und demselben Ort gewesen bin, kann er doch immer wieder so viel an neuen Ideen hervorbringen.

Was für Ziele verfolgst du und was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich möchte später sehr gerne Fotografie und pädagogisches Arbeiten verbinden. Ich würde irgendwann gerne therapeutisch arbeiten und denke, dass Fotografie als therapeutisches Medium sehr hilfreich sein kann. Ich denke Fotografie kann Menschen helfen sich auszurücken und sie können lernen, ihre Gefühle in Bildern zu transportieren.
Des Weiteren würde ich gerne mehr Reisen machen und mit meiner Kamera die Welt erkunden! Vielleicht komme ich eines Tages an den Punkt, an dem ich meine Reisen durch die Fotografie finanzieren kann.
Nicht zuletzt wünsche ich mir natürlich auch weiterhin viele spannende Projekte und Aufträge, bei denen ich mich stets weiterentwickeln kann. Den Spaß an meinem Hobby möchte ich nie verlieren.

Willst du uns zum Abschluss noch ein kleines Fotoerlebnis von dir erzählen?
Klar! Als ich meine Reise nach Afrika geplant hatte, habe ich extra zwei Digitalkameras eingepackt. Ich dachte: „Eines der schlimmsten Dinge, die dir passieren könnten, wäre, das deine Kamera kaputt geht und du keine Bilder machen kannst“. Da ich ganz alleine unterwegs war, war es mir ganz besonders wichtig, viele Bilde mitzubringen, um meine Lieben an meinen Reiseerlebnissen teilhaben lassen zu können.
Ich habe immer sehr gut auf meine Kameras aufgepasst, damit ihnen auch nichts passieren konnte. Auf einer Safari durch den Etosha Park in Namibia erblickten wir nach ca. 5 Stunden Safari ein Rudel Löwinnen, die gerade von einem „Kill“ zurückkamen und noch ganz blutverschmiert waren. Es waren sogar noch zwei kleine Löwenbabys dabei. Als ich meine Kamera benutzen wollte merkte ich, dass diese nicht mehr funktionierte. Ich war total verzweifelt und weil ich meine andere Kamera nicht dabei hatte, musste dieser schöne Moment wohl ohne Bilder an mir vorüberziehen.
Einen Tag später bestieg ich mit ein paar Mitreisenden die Spitzkoppe in Namibia. Wir wollten uns von oben den Sonnenuntergang anschauen. Als wir völlig erschöpft oben ankamen stand die Sonne Feuerrot am Horizont und der Ausblick war gigantisch. Natürlich wollte ich diesen Moment für die Ewigkeit auf einem Bild festhalten. Jedoch hatte nun plötzlich auch meine zweite Kamera den Geist aufgegeben. Ich war total traurig! Dann sagte einer der Australier zu mir: „Carolin don't be sad! Your camera is in your head. Enjoy the moment.“
Als ich dann schließlich in Swapkopmund war, habe ich mir dort in einem Shop eine neue Kamera gekauft. Der Verkäufer, auch ein Deutscher, erzählte mir, dass dies mit den Kameras in Namibia ständig passiert, weil es dort einfach so staubig ist. Er verkaufte mir eine neue Kamera und gab mir das Wappen der Stadt als Aufkleber dazu und sagte: „Damit du nicht vergisst wo du diese Kamera gekauft hast!“.

Auszug aus Carolins Portfolio

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Bei diesem Shooting sollte „Glitzer“ eingebaut werden. Es war geplant, dass das Model das Glitzer von der Hand „in die Kamera“ pustet, doch der Effekt war leider nicht wie gewünscht. Anschlißend warf das Model das „Glitzer-Zeugs“ durch die Luft und hatte es schließlich überall im Gesicht kleben. Den Moment musste ich einfach festhalten 🙂

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Diese Foto ist im Frankfurter Zoo entstanden. Es hat fast 45 Minuten gedauert, bis ich das Glück hatte, die Flamingos in dieser Postion zu erwischen, doch ich habe diese Zeit sehr genossen. Während ich früher nur unbewusst an diesen Tieren vorbeigelaufen bin, habe ich in diesem Moment gemerkt, wie faszinierend diese Tiere eigentlich sind.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Dieses Foto ist in Fulda entstanden. Während eines Shootings an einem alten Beladebahnhof kam ein älterer Herr auf uns zu und fragte uns, ob wir nicht lieber unserer Fotos „an einer kaputten Location mit Graffits“ machen wollten. Wir stimmten zu und er brachte uns zu diesem Ort.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Bei diesem Shooting war ich gleich mit zwei Models unterwegs. Das Foto ist in einer Kalksteingrube entstanden. In der Luft befindet sich herkömmliches Backmehl. Das Shooting war wirklich lustig und vom dem Ergebnis waren wir echt beeindruckt.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Dieses Foto ist während eines Rundflugs über dem Okavango Delta (Botswana) entstanden. Dieser alleinstehende Baum hat mich einfach total beeindruckt.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Dieses Foto entstand während eines Ausritts mit zwei Freundinnen. Es ergaben sich viele Gelegenheiten, Fotos zu machen. Die Verbundenheit von Mensch und Tier möchte ich mit diesem Foto ausdrücken.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Auf diesem Bild ist meine Katze Shiva zu sehen. Sie ist eine kleine Diva und die Aufnahme mit dem Spiegel fand ich sehr passend. Ich habe mithilfe einer Katzenangel so lange vor dem Spiegel rumgespielt bis sie direkt hinein geschaut hatte. Manchmal dauert es halt ein bisschen, für den perfekten Moment!

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Bei diesem Shooting war ich gleich mit zwei Models unterwegs. Das Foto ist in einer Kalksteingrube entstanden. In der Luft befindet sich herkömmliches Backmehl. Das Shooting war wirklich lustig und vom dem Ergebnis waren wir echt beeindruckt.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Auch dieses Bild ist im Frankfurter Zoo entstanden – beim Gehege der indischen Löwen.

Aus dem Portfolio von Carolin Jestädt (pixxel-blog.de)

Dieses Bild ist in den Townships von Kapstadt entstanden – eine richtige „Big Mama“, die sich um die spielen Kinder kümmert. Mit diesem Bild möchte ich zeigen, wie wie diese Menschen dort leben.

In unserer Rubrik Junge Fotografen möchten wir regelmäßig jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. Gleichzeitig ist das ein Aufruf an alle Fotografen, egal ob Amateur oder schon Profi, sich bei uns zu melden! Jeder ist Willkommen!

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