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Junge Fotografen: Yasemin Stahl

Marvin 14. Juni 2013

Steckbrief

Name: Yasemin Stahl Yasemin Stahl
Alter: 40
Wohnort: Hamburg
Motivation: Immer in Bewegung bleiben
Ziele: Ein glückliches Leben
Art der Fotografie: People, Beauty, Fashion
Kontakt: Website
Facebook

Interview

Hallo Yasemin, stell‘ Dich doch bitte kurz vor.

Ich bin Yasemin Stahl aus Hamburg und schon länger verliebt und verheiratet mit dem visuellen Bereich der Fotografie.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Aus dem Portfolio von Yasemin Stahl (pixxel-blog.de)Auf einem indirekten Weg, wo sich rückblickend aber alles fügt für mich.
Ich wollte als Maskenbildnerin für Film und Fernsehen arbeiten und habe dafür auch eine Friseur- und eine Maskenbildnerausbildung absolviert. 2001 habe ich angefangen, freiberuflich zu arbeiten für Produktionsfirmen, Verlage und Fotografen. Mein Schwerpunkt hat sich im Laufe der Jahre immer mehr auf TV-Werbung, Imagefilme und Fotografie verlegt. Von Zeit zu Zeit habe ich natürlich immer mal wieder für die Mappe Testshootings gemacht.
Da fing es an. Ich habe die Bilder, nachdem ich sie von Fotografen erhalten hatte, manchmal selber nachretuschiert. Es ist mir aufgefallen, das kleine Details des Make-ups, der Farben etc. manchmal weg geblitzt waren, die ich akribisch ausgearbeitet hatte. Das hat mich im Stillen maßlos geärgert, und ich habe die Modelle digital nachgeschminkt. Ich habe angefangen, mich vorerst ein wenig mit Licht zu beschäftigen, weil ich sah, das meine Arbeit bei einigen Fotografen auf den Bildern sehr gut aussah (unabhängig von Retusche) und bei einigen nicht so gut, obwohl meine Arbeitsqualität gleich blieb. Ich habe die Fotografen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, aufmerksam beobachtet; wie sie arbeiten, wo die Unterschiede liegen. Ich habe sie mit Fragen gelöchert etc. und für mich eine Statistik erstellt, was warum gut funktioniert. Ebenso auch Beleuchter bei Dreharbeiten, die wahre Lichtkünstler sind. Ich habe sie alle mit Fragen bombardiert. Gewisse Dinge funktionieren bei Film und auch bei Foto ähnlich, was das Licht betrifft. Und irgendwann habe ich gedacht: „Ich kauf mir jetzt mal eine kleine Spiegelreflexkamera und ein bisschen Licht, schauen wir mal, was passiert.“

Wie lange fotografierst Du schon und was für eine Ausrüstung verwendest Du?

Ich fotografiere seit Ende 2011 und fotografiere mit der Canon 5D Mark 2.

Wo fotografierst Du am liebsten? Und wieso gerade dort?

Es gibt kein „am liebsten“. Wenn ich mehr drin fotografiere, denke ich, „ich muss mal was draußen machen.“ Wenn ich öfters draußen war, habe ich keine Lust mehr und möchte lieber drin sein und Licht aufbauen. Ich brauche einfach eine gesunde Mischung von allem.

Was sind Deine Lieblingsmotive? Was fotografierst Du am liebsten?

Aus dem Portfolio von Yasemin Stahl (pixxel-blog.de)Ich fotografiere am liebsten Menschen, mit Food oder Landschaften kann ich nichts anfangen. Wenn es für meine Mappe ist, mag ich gerne aufwendige Sachen und weiß einen guten Make-up- Artisten und Stylisten zu schätzen. Leider haben solche Produktionen immer längere Vorlaufzeiten, und es dauert immer, bis es zur Realisierung kommt. Davon möchte ich mehr und kürzere Abstände in Zukunft.Wenn es ein Auftrag ist, bin ich glücklich, wenn es der Kunde ist, ganz simpel. Da bin ich eher der kreative Handwerker als der Künstler und sehe es als Dienstleistung. Das war schon immer so. Ich mag Advertising und natürlich alles, was make-up-lastig ist.

Was macht Deine Fotos aus? Verfolgst Du einen bestimmten Stil?

Was meine Fotos ausmacht, liegt immer im Auge des Betrachters, finde ich. Daher würde ich es offen lassen. Einen bestimmten Stil verfolge ich nicht, da immer alles im Wandel ist und sich permanent weiterentwickelt, und das ist ja auch gut so.

Welche Programme verwendest Du zum Bearbeiten der Bilder? Gibt es welche, mit denen Du schlechte Erfahrungen gemacht hast? Welche kannst Du weiterempfehlen?

Ich arbeite mit Photoshop und Capture One und bin da glücklich mit.

Was inspiriert Dich?

Alles! Filme, Musik, das Mädchen von heute Morgen auf der Straße mit neongrünen Turnschuhen, die ich persönlich niemals tragen würde, aber für ein Foto wär`s cool; Bewegung (alles, was sich bewegt, ist gut) und vieles mehr …

Hast Du eine/n Lieblingsfotografen/in?

Ich bin ein visueller Mensch und habe ein schlechtes Namensgedächtnis, aber den Namen Annie Leibovitz habe ich mir doch gut merken können. Sie hat so einige Fotos gemacht, die ich gerne gemacht hätte, gelinde ausgedrückt.

Was möchtest Du mit deiner Fotografie erreichen? Was sind Deine Zukunftspläne?

Aus dem Portfolio von Yasemin Stahl (pixxel-blog.de)Was ich verfolge, ist, Produktionen zu machen, die Spaß machen, mit schönen Arbeitsergebnissen, kurz zusammengefasst. Ich zähle jetzt bewusst nichts Bestimmtes auf, weil es soviel gibt, wo ich mich gerne austoben würde. Wenn man Spaß hat und davon leben kann, ist man privilegiert, finde ich.
Am besten mit normalen bis sehr guten Budgets, so dass man ordentlich arbeiten kann. Damit meine ich, an schönen Locations fotografieren zu können, coole Requisiten etc. zu haben, das kostet ja alles Geld. Außerdem ist es mir wichtig, dass das Team anständig bezahlt ist. Es geht mir nicht um die Bereicherung, sondern besonders um die Wertschätzung der Menschen, die dadurch ausgedrückt wird, und die Arbeit, die sie leisten. Freiberufler mit permanenten Geldsorgen können auf Dauer nicht gut kreativ arbeiten, weil der Kopf nicht frei ist. Das ist ein großes Thema im Medienbereich für die Freiberufler. Als Make-up-Artist sind hin und wieder Fotografen an mich rangetreten für eine Buchung mit Beträgen, die wirklich beispiellos waren, und wo man beim Kellnern mehr Geld hat durchs Trinkgeld. Von so was habe ich Abstand genommen und möchte es auch weiterhin. Die Fotografen sagen dann zwar, dass sie nichts dafür können, und der Kunde nicht mehr zahlt, aber ich finde, dass sie genauso dafür verantwortlich sind, weil sie es den Kunden möglich machen, indem sie ihr Team zum Dumping überreden. Ich weiß, dass es nichts Künstlerisches hat, so ein Thema anzusprechen, aber das Geschäftliche ist genauso wichtig und wird gerade von den Menschen, die neu in der Branche sind, sehr unterschätzt. Deswegen gehört es genauso zu meinen Zielen, abgesehen von Spaß und tollen Fotos, auch den Menschen, die ich buche, für eine Produktion einen guten Arbeitsrahmen zu schaffen. Schließlich möchte ich, dass sie ihr Bestes geben bis Mittag und nach der Mittagspause nochmal weit drüber hinaus gehen.

Wie denkst Du heute über Deine ersten Fotografien?

Gar nicht mal so mies für den Anfang, denke ich.

Was macht ein gutes Foto aus?

Dass es, wenn ich länger hinsehe als 10 Sekunden, im besten Falle eine Emotion auslöst, egal in welcher Hinsicht.

Was bedeutet für Dich Kreativität?
Da gibt es vieles, z.B. Schnelligkeit am Set. Dass, wenn man vor Ort feststellt, dass ein Motiv doch nicht so rockt wie erhofft, es absägt und sich mal eben was Neues aus dem Ärmel schüttelt, das den Gegebenheiten angepasst ist, das begeistert.

Aus dem Portfolio von Yasemin Stahl (pixxel-blog.de)

Lieblingbild

In welchen Magazinen würdest Du gerne Deine Fotos präsentieren?

Von Rolling Stone bis Vogue.

Hast Du ein Lieblingsfoto von Dir? Und wenn ja, was gefällt Dir daran besonders gut?

Das Foto hier würde ich derzeit als mein Lieblingsbild bezeichnen. Wobei eigentlich immer das Bild, das ich zuletzt gemacht habe und mit dem ich glücklich bin, auch mein Lieblingsbild ist.

Auf was könntest Du niemals verzichten?

Technik.

Hast Du ein Lebensmotto? Wenn ja, was für eins?

Alles, was man mit Liebe macht, wird gut.

Auszug aus Yasemins Portfolio

Aus dem Portfolio von Yasemin Stahl (pixxel-blog.de)

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Kommentare (2)

  1. Schließe mich meinem Vorschreiber an, interessantes Video, vor allem der Werdegang von Yasemin Stahl bzw. wie sie zur Fotografie gekommen ist. Und ihre Einstellung zur Teamarbeit ist bewundernswert. Auch ihre Arbeiten gefallen mir sehr gut, danke für die Eindrücke. Lese immer wieder gerne die Interviews mit den jungen Fotografen, weiter so!

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