PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Doppelt reduziert!

Gastautor 16. November 2010

Ein Beitrag von Simon Zryd (Gastbeitrag)

Jeder, absolut jeder Fotograf oder Hobbyfotograf hat sich die Frage schon gestellt: „welche Fotoausrüstung kommt mit auf meine Reise?“
Um es vorneweg zu nehmen; DIE Antwort wirst du für dich weder in nachfolgendem Artikel noch sonst irgendwo im Web finden. Die Antwort musst du dir schon selber geben, denn sie ist so individuell wie der Kauf einer Kamera. Genau daher solltest du einiges ausprobieren, dann wirst du deine Methode schon finden. 


Einfach mal relaxen!

Ich habe meine Methode gefunden. 
Ich nenne sie jetzt mal: „doppelte Reduktion“ oder „einfach mal relaxen“.

Doppelte Reduktion

Ja, ist ja gut. Den Begriff gibt’s nicht und ich habe ihn frei erfunden (darf aber wiederverwendet werden ;). Was soll das aber bedeuten?
Reduktion – Schritt 1: 
Überlege dir vor Reisebeginn gut, welche Objektive du wirklich brauchst. Wo ist deine bevorzugte Zone? Nimm dort dein bestes Objektiv mit. Gibt es Objektive, Filter, Blitze oder dein Stativ, welche du fast nie brauchst? Überwinde dich und lass es daheim, auch wenn es schwer fällt.
Im schlimmsten Fall verlierst du ein oder zwei Bilder welche du nicht machen kannst oder nicht so schiessen kannst wie du es dir wünschst. Versuche schon vorher damit umzugehen. Es gibt schlimmeres, glaub mir 😉
Falls du dich überhaupt nicht überwinden kannst, dann nimm das Eine oder Andere mehr mit. Wichtiger ist sowieso „Reduktion – Schritt 2“.
Reduktion – Schritt 2: 
Dieser Schritt ist für mich oft einfacher als der Erste, trotzdem viel effizienter. Überleg dir vor Ort bevor du raus gehst, welche Ausrüstung du heute brauchst. Auf welches Objektiv hast du Lust? Willst du am Abend noch weg, nimm dein Stativ oder Beanbag mit. Willst du in den Zoo, pack das 70-200mm ein. 
Jetzt kommt es: lass alles (ich meine alles bis auf Akkus und Speicherkarten natürlich) im Hotel. Dieser zweite Schritt bringt gleich mehrere Vorteile mit sich.

– Du überlegst dir vorher, welche Fotos du machen willst / kannst
– Du setzt dich bereits vorher mit deinen Fotos auseinander
– Die Vorfreude steigt
– Du überlegst nicht „soll ich meine ganze Ausrüstung mitschleppen oder ohne weg gehen“, sondern du hast die Kamera immer dabei (ist ja nicht schwer)
– Du schränkst dich ein und förderst damit gleichzeitig deine Kreativität
– Trotzdem machst du dir weniger unnötige technische Gedanken („welches Objektiv soll ich jetzt…“

Zu guter Letzt noch ein Vorteil: Du wirst deine Reise mehr genießen.
Stell dir vor, du gehst einfach mit deiner 50mm Festbrennweite los. Du brauchst nicht ständig zu überlegen, könnte ich jetzt mit 200mm… hier wär ein gutes Makro… Fisheye… Lensbaby… Blitz… Filter… Fernauslöser… Langzeitbelichtung… genieß einfach und mach die Bilder, welche du mit dem 50mm schaffst. Wenn du sie nicht schaffst, probier es trotzdem. Wenn es nicht klappt, dann nicht. Glaub mir, es ist entspannend, wenn man Fotos einfach mal nicht macht und nur die Reise genießt.

Als Anhang noch: 
dies ist natürlich nur meine Meinung. Mir ist klar, dass es viele gibt, die gerne alles dabei haben und immer für alles bereit sind. Für mich ist das nichts und ich glaube die „Doppelte Reduktion“ sollte zumindest jeder einmal ausprobiert haben.

Gastautor: Simon Zryd

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