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Die Geschichte der Fotografie – Teil II

Lea Müller 8. Januar 2011

Die Camera Obscura entwickelt sich weiter.

Im ersten Teil dieser geschichtlichen Reihe ging es um die Ursprünge der Fotografie.
Jetzt finde ich den Vergleich einmal interessant. Mit der damaligen Camera Obscura war ein Fokussieren auf ein bestimmtes Bilddetail nicht möglich. Im Vergleich zu einer Kamera mit einem Linsen- oder Spiegelobjektiv war das abgebildete Ergebnis deutlich unschärfer. Das war auch schwer zu vermeiden, da das Loch der Camera Obscura aus Gründen der Lichtstärke nicht beliebig klein gewählt werden kann.
Wenn es allerdings darum geht  starke Vergrößerungen abzubilden liegt die gute alte Obscura wieder vorne. Ihre Bilder sind dann frei von Verzeichnungen und Farbsäumen.

Im Mittelalter gelang dann ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Fotografie. Zu dieser Zeit gelang es, die ersten Linsen zu schleifen. Diese wurden dann in das Loch der Obscura eingeführt.
Nun fehlte jedoch weiterhin jegliche Möglichkeit das Projizierte Bild auf irgendeine Art und Weise zu fixieren. Doch es liegt nunmal in der Natur des Menschen alles verbessern, verstehen und entwickeln zu wollen. Somit begann dieses Kapitel bei dem Physiker Heinrich Schulze. Er durchschaute nämlich, dass es chemische Substanzen gibt, die sich durch die Einwirkung von Sonnenlicht verfärben. 1725 vermischte er beispielsweise Kreide mit einer Silberlösung und entdeckte dabei die Licht einwirkende Veränderung mit Hilfe der Salpetersäure.
Auf diese Wiese experimentierten noch einige andere Persönlichkeiten weiter. Ein Stralsunder hat zum Beispiel beim Experimentieren mit Silbersalzen entdeckt, dass durch metallisches Silber eine schwarze Verfärbung verursacht wird.
Die erste Nachweisbare Fixierung gab es im 18. Jahrhundert. Diese entspricht dem Bild, welches schon im ersten Teil dieser Serie gezeigt wird. Es ist zumindest die älteste erhaltene Fotografie. Sie wurde auf einer asphaltbeschichteten Zinnplatte fixiert. Ob es davor schon fotografische Fixierungen gab bleibt für uns wohl ein Geheimnis.
Diese erste Fotografie von J.N. Niepce jedoch wurde sogar vervielfältigt, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass sie bis heute erhalten geblieben ist.

J.N. Niepce versuchte zur gleichen Zeit mit der Camera Obscura auf verschiedenen Materialien Positive zu erstellen. Alleine gelang ihm das nicht, doch in Zusammenarbeit mit Daguerre konnte die Entwicklung weitergehen. Die beiden Wissensdurstigen kamen auf die Idee eine Kupferplatte mit Asphalt, Jod und Silber zu beschichten.
Niepce starb jedoch 4 Jahre nachdem die zwei sich zusammen getan haben und somit versuchte Daguerre es zwangsläufig alleine weiter. Ihm gelang es dann um 1837 eine Kochsalzlösung zum Fixieren zu entdecken. Nachdem er es noch einige Jahre verfeinert und verbesserte und verbesserte wurde es schließlich der Öffentlichkeit als Daguerreotypie vorgestellt. Durch dieses verfahren wurde die Belichtungszeit von mehreren Stunden auf mehrere Minuten verkürzt, also eine wahre Revolution für die Fotografie, welche wir dann in Folge 3 dieser Reihe weiter verfolgen.




Die große Serie!

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