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Das Leben eines Super Bowl Sportfotografen

Admin 5. Februar 2013

Am vergangenen Sonntag fand in New Orleans (USA) die 43. Auflage des Endspiels um die Meisterschaft zwischen der National Football Conference (NFC) und der American Football Conference (AFC), den meisten von euch wohl eher unter Super Bowl bekannt. Als weltweit eines der größten Sportereignisse erreicht der Super Bowl in den USA regelmäßig die höchsten TV-Einschaltquoten. Auch am Sonntag verfolgten durchschnittlich 108,4 Millionen US Amerikaner das Spektakel live am TV.

Bei einer Super Bowl Nacht live am Spielfeldrand zu stehen und das Geschehen fotografisch für die Medien zu dokumentieren, dürfte wohl der Traum eines jeden Sportfotografen sein. Wir sind vor ein paar Tagen auf dieses Interview mit Peter Read Miller gestoßen. Miller ist Fotograf bei Sports Illustrated (SI) und also solcher begleitet er seit Jahren den Super Bowl. Um genauer zu sein: seit 1974! Der Super Bowl am Sonntag war der 38.! Dass er außerdem ein guter Fotograf ist zeigt die Tatsache, dass seine Bilder bisher über 100 Mal das SI Cover zierten.

Sports Illustrated Cover (Januar 1989)Miller war nicht der einzige SI-Fotograf, der am Sonntag im Superdrome auf Fotojagd war. Abgesehen von ihm waren 10 weitere Kollegen anwesend, alle rund um das Spielpfeld verteilt, um ja keine wichtige Szene zu verpassen. Darüber hinaus befanden sich noch zahlreiche ferngesteuerte Kameras im Stadion, um auch wirklich jeden Winkel und jede nur erdenkliche Perspektive abdecken zu können.

In dem Interview geht Miller auch auf sein Equipment ein. So erfahren wir, dass er vier identische Canon EOS-1D X Bodies einsetzt. Seine meistverwendeten Objektive sind das Canon EF 400mm f/2.8 und das Canon EF 600mm f/4. Mit ihnen hält er die „normalen“ Spielszenen fest und, da nicht ganz leicht, behilft er sich eines Einbeinstativs. Am Hals baumelt eine 1D mit einem Canon EF 24-70 f/2.8L II. Das ist seine „Grab Camera“. „Wenn Spieler näher kommen, greif ich einfach nach ihr und drücke auf den Auslöser“, so Miller, der noch ein 70-200 mm und einem 16-35 mm Objektiv im Super Bowl Repertoire hat.

Für die Übertragung der Bilder an die Redaktion arbeiten Miller und seine Fotografen-Kollegen mit einem Team von Leuten zusammen, die er „Runners“ nennt. Diese speisen die Bilder in ein System namens Opus ein, welches kleine JPEG-Versionen an die Editoren in New York schickt. Diese wählen dann die gewünschten Bilder aus und Opus sendet die RAW-Bilder automatisch nach. Dieser Workflow erlaubt es, ein Foto unmittelbar nach dem es geschossen wurde, zu veröffentlichen.

Miller macht an einem Super Bowl Abend durchschnittlich 2.000 Bilder, seine Kollegen teilweise weitaus mehr. In seiner Karriere hat Miller nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Million Fotos geschossen. Viel mehr Infos erhaltet ihr in dem Interview.

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