PIXXEL – Der Fotografie Blog

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Canon und Kanon

Francis 3. Oktober 2012

Das Schwelgen in Urlaubsfotos ist für mich häufig eine mit Melancholie verbundene Angelegenheit. Den Blick auf festgehaltene Motive, die die Erinnerung beflügeln und die Gedanken zum teils ruhigen, teils aufgewühlten Kreisen animieren, verstärke ich gern durch eine angemessene musikalische Untermalung.

Beim diesmaligen Stöbern nach der passenden Musik bin ich, wie schon so oft, auf Johann Pachelbels weltberühmtem Kanon hängen geblieben. Ein Stück, das durch seine wunderschöne, gleichzeitig eingängige und eigentlich simple Struktur an Epistralität kaum zu überbieten ist; und für mich genau das Richtige zur Unterlegung meiner mit einer Spiegelreflexkamera der Marke Canon geschossenen Urlaubsrelikte.

Einfachheit und Funktionalität

Als ich immer tiefer im Strudel aus Reisefotos und Pachelbels Meisterwerk versank, fielen mir Zusammenhänge auf, die mir bisher entgangen waren. So ist der Kanon des Nürnberger Komponisten zwar geschmückt mit den melodischen Stimmen des – je nach Interpretation des tausendfach reproduzierten Barockwerks – jeweiligen Ensembles, jedoch wird seine unverkennbare Grundlage durch eine zweitaktige Akkordfolge, bestehend aus jeweils vier Akkorden, gebildet. Alles in allem ist dieses musikalische Glanzlicht also verhältnismäßig einfach gestrickt. Und diese Eigenschaft, die Einfachheit, ist ja bekanntlich etwas, das sich durch die komplette Musikgeschichte zieht. Es sind eher selten die hochkomplexen Werke, die die Massen in ihren Bann ziehen. Die heutige Popmusik zeigt uns stetig, dass jene Stücke, die die selben drei, vier Akkorde in immer gleicher Anordnung über die gesamte Songdistanz ziehen, oft die erfolgreichsten sind. Und das ist ja nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Man könnte sagen, Einfachheit bedeutet Funktionalität, Eingängigkeit signalisiert gewissermaßen Benutzerfreundlichkeit – und diese Funktionalität beziehungsweise Benutzerfreundlichkeit erwarte ich auch von meinem Fotoequipment. Wenn ich in den Urlaub gehe, will ich nicht kofferweise Fotografieausrüstung mit mir herumschleppen. Ich möchte eine leichte, problemlos transportable und unkompliziert bedienbare Kamera. Und natürlich auch das passende, funktionale Zubehör, wie beispielsweise einfach handhabbare Objektive. Für meine Digitalkamera gibt es Canon Objektive im Calumet Online-Shop, die meinen Bedienbarkeitsansprüchen gerecht werden. Insgesamt stehen bei meinem Fotoequipment neben der Qualität ganz besonders Funktionalitätsaspekte im Vordergrund.

Ansicht und Anschauung

Die meisten Fotografen werden sich darüber einig sein, dass eine funktionale Fotoausrüstung ihre Vorzüge hat. (Hier ist ein weiterer Foto-Blog, der meine Ansicht diesbezüglich teilt.) Jedoch wird meine Anschauung hinsichtlich „funktionaler“ Musik sicher nicht wenige Zweifler finden.

Oscar Wilde meinte einst, „Musik verursacht einem so romantische Gefühle – zumindest geht sie einem immer auf die Nerven.“ Hier mag er recht haben. Oder auch nicht. Es ist, wie immer in Kunstfragen, reine Geschmackssache. Ich jedenfalls gebe mich gern leichten Kompositionen hin.

Und letzten Endes erkenne ich, wenn ich meine Fotos ansehe, auch in ihnen oft einen gewissen Funktionalitätsanspruch wieder. Weiche, klare, einfach(e) schöne Momente.

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Canon 3d auf b&h Seite (Quelle: fstoppers.com)
Ist das die neue Canon 3D?

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