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Abschied des Foto-Giganten Kodak

Francis 28. November 2012

Seit einer Weile geistert es schon durch die Medien: Kodak, ein über Jahrzehnte so fester Fels in der Brandung der Fotografie, ist insolvent. Nun plant das 1892 gegründete Unternehmen, seinen Fotofilm-Bereich abzustoßen. Und alles nur, weil der Konzern mit Sitz in New York die Zeichen der Zeit nicht richtig gedeutet und den Einstieg in die digitale Fotografie nicht intensiv genug in Angriff genommen hat. Eine Entwicklung, die sicherlich hätte vermieden werden können.

Nachdem im vergangenen Jahrzehnt sowohl die Belegschaft als auch die Produktpalette immer weiter verkleinert wurden, beginnt nun – im 120. Unternehmensjahr – also der Ausverkauf beim Fotofilm-Vorreiter. Neben dem früheren Kerngeschäft will das Unternehmen sich auch von Automaten zum Ausdrucken von Fotos, wie man sie immer wieder beispielsweise in Drogerien findet, trennen. Das sieht nach einem radikalen Umschwung aus. Und dafür könnten die angesprochenen Sparten, Produkte und die dazugehörigen Patente verramscht werden. Nun heißt es wohl: Alles muss raus! Und die Auktionen laufen scheinbar noch nicht so prächtig. Somit könnte Kodak bei dieser Verkaufsorgie möglicherweise gezwungen sein, die Prognosen hinsichtlich der erhofften Einnahmen deutlich zu drosseln – und gegebenenfalls zahlungswilligen Käufern Preisnachlässe zu geben.

Künftig will sich Kodak als Spezialist im Druckerbereich positionieren. Dieser Plan könnte möglicherweise aufgehen, da Kodaks Printer-Segment gut aufgestellt zu sein scheint. Jedoch ist natürlich auch der Druckermarkt hart umkämpft.

Nun bleibt also abzuwarten, wie sich das Unternehmen entwickeln wird. Vielleicht gelingt dem Konzern tatsächlich der Aufstieg zu altem Glanz. Es wäre sicher ein bisschen schmerzlich, zu beobachten, wie ein solches Traditionsunternehmen vor dem Zeitgeist kapitulieren muss. Manche Foto-Fans oder Nostalgiker würden sich bestimmt die ein oder andere Träne nicht verkneifen können, wenn sie erkennen müssten … am Ende bleibt vielleicht nicht mehr als eine leere Filmhülle.

Foto: Sandra Krumme / Pixelio.de

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